Schlagwort: Kooperation

  • über Wirkungen

    Jürgen grübelt!

    Alles, wirklich alles habe eine Wirkung. Das Tun, das Denken, das Glauben. Auch das, oder gerade das, was man hier im Block schreibe. Alles habe eine Wirkung. Man vergesse das leicht, meinte Jürgen. Und auch die Art und Weise wie man schreibe, sei von Bedeutung.

    Manchmal entwickeln solche Impuls auch eine Wirkung, die man gar nicht beabsichtigt habe. Aber es entsteht eine Wirkung. Dreimal sei ihm das nun in der kurzen Vergangenheit geschehen.

    Und letztendlich falle alles, was man veröffentliche, auf einen zurück. Denn man sei nicht nur für den Impuls, sondern eben auch – ein wenig zumindest – für die Wirkungen verantwortlich.

    Ein Beispiel: wenn er über den Schatten sei der Zwilling schreibe, dann habe dies Wirkung auf lesende Zwillinge, auf Menschen, die mit Zwillingen traurige oder positive Dinge erlebt hätten und und und.

    Oder: wenn er ironisch über die Vorstellung schreibe, dass Menschen sich den Thron des Satans ins Pergamonmuseum phantasieren, dann habe das möglicherweise auch eine Wirkung: so oder so.

    Und umgekehrt gelte damit aber auch: Man habe als Autor Einfluss. Vielleicht sei der nicht allzu groß und verflüchtige sich schnell. Aber der erzeugte Impuls wirke und sei Teil der Transformation der Dinge. Wirkung und Transformation liegen eben nahe beieinander.

    Buchalov

  • Beelden op de kaart

    Wie schrieben Anja und Ria sinngemäß auf Facebook: „zweite Corona Welle, also zweites kollektives Kunstprojekt“. Eine Kollaboration mit über 30 Teilnehmern, initiiert durch die Beiden aus Millingen/Rhein, mit dem Titel: >>> Beelden op de kaart.

    Es geht um Bilder oder Skulpturen, die aus der Beschäftigung mit Orten in den Niederlanden entstehen. Von und mit diesen Orten. OrtsNummern und ein filmisches Wahlverfahren sorgen dafür das jeder Künstlerin, jeder Künstler, per Zufallsprinzip ein Ort zugeordnet wird. Und los geht es.

    Jürgen wird daran teilnehmen, allerdings hat er nicht spontan zugesagt. Es galt vorher einiges zu überlegen:

    Ist das ein Projekt, in welchem ich mich wiederfinde, thematisch und inhaltlich? Ja!

    Habe ich den nötigen Freiraum für meine besondere Art der Darstellung! Ja!

    Muss man sich da in der Gruppe besonders positionieren? Eher nicht!

    Gibt es einen Zugewinn? Wird mir das Freude bereiten? Ja!

    Lerne ich neue Leute kennen? Ja!

    Passt ein solches Projekt in meine Terminplanung? Ja!

    Wird es dialogische Möglichkeiten geben, oder bringt man sich nur additiv ein? Ja und nein und vielleicht – schwierig!

    Ist die Sprachbarriere eine Hindernis? Nein!

    Ist die Präsentation der Ergebnisse eine Internetpräsenz? Ja!

    Juergen bekam den Ortsteil Hoeven im Ort Uden in Nord-Brabant zugeteilt.

    Buchalov

  • das Zwickelbüro am Sonntag

    Taram, Taram, Tam Tam, Tam Tam: Heute ist Montag und gestern abend hat das Zwickelbüro für dieses Jahr seine Pforten geschlossen. Im Februar wird es allerdings wieder geöffnet werden.

    Das Zwickelbüro ist ein kreatives Kleinraumbüro.

    Das Zwickelbüro ist eine Gedankenbüro.

    Das Zwickelbüro ist ein Experimentierfeld.

    Das Zwickelbüro ist ein Rückzugsraum.

    Und das Zwickelbüro ist nach Meinung von Jürgen so etwas ähnliches wie Dada. In einem Kommentar an Eva schrieb Jürgen dazu: “Und was Dada anbelangt: ist Dada als weit gefasster Begriff nicht auch die Auflegung gegen Widerstände, gegen Herkömmliches in der Kunst, gegen Reales, gegen das Ernste? Dada ist doch spielen, experimentieren, frei sein, surreal sein, oder? In diesem Sinne ist das Zwickelbüro auch Dada.”

    Antje meinte zu Jürgen gestern, dass ihre Ergebnisse mit dem Gehirnzwickel zu tun hätten. Da gebe es ja im Stammhirn einen Bereich, den man Zwickel nenne. Der wurde schon im letzten Zwickelbüro untersucht. Gestern gab es die Fortsetzung. Antje hat sich von Jürgen eine alte Druckplatte aus seinem Bestand geschnappt, auf ihren Hintergründen gedruckt – Antje ist Spezialistin für vorgefertigte Hintergründe auf Rentenpapier – und hat das Ergebnis malerisch bearbeitet -so erreicht sie Tiefe und Plastizität. Sie mischt das Drucktechnische mit dem Malerischen.

    Und Juergen hat gestern seine riesige Linolschnittplatte weiter bearbeitet, mit der Musik im Hintergrund gesummt, gepflötet und gesungen und war weiterhin auf der Suche nach einer Form des Zwickels, die er noch nicht bearbeitet hatte. Die Platte hat er in verschiedenen Variationen gedruckt.

    Buchalov