Myriades Impulswerkstatt: zwei Kritzeleien am Frühstückstisch auf Tageszeitung

Zuerst habe er gedacht, so sagte Jürgen zu mir, dass diesmal von Myriades Photos in der Impulswerkstatt kein Impuls für ihn ausgehe. Beim ersten Überfliegen habe ihn nichts von dem, was Myriade als Bild eingestellt habe, angesprungen. Hier der Link: >>> Myriades Impulswerkstatt >>> Aber das habe sich verdammt schnell geändert.

Da sei dieses Photo von der Baumrinde gewesen, das ihn zu zwei Kritzeleien am Frühstückstisch auf der Tageszeitung verleitet habe. Dann das Ganze durch das Photogramm auf dem iPhone gejagt und das Ergebnis habe zwar visuell nicht mehr viel mit der Baumrinde zu tun, und sei vom Ergebnis her gewöhnungsbedürftig, aber immerhin. Aber es gehe ja schließlich um den Impuls. (Fortsetzung folgt)

Buchalov

back to the studio, let’s do the loco-motion!

“back to the studio, let’s do the loco-motion!” Das hat Jürgen in den Stories bei Instagram und FB gepostet. Das ist ja auch klar, denn jetzt, wo unser Fahren mit dem Wohnmobil vorbei ist und die dunklen Jahreszeit ansteht, ist das Atelier sein Arbeitsraum. Hier wird das, was sich im Sommer an Material angesammelt hat, vertieft oder abgeschlossen.

Ich habe ihn beobachtet: er tut sich momentan schwer in seinen Räumen. Darauf angesprochen gibt er das auch zu. Der Arbeitsrhythmus falle nicht vom Himmel, auch wenn die Hauptthemen stehen: die OrtsMarken und der Schatten ist der Zwilling.

Also, so sagt er, spiele er erst einmal ein wenig herum, mit dem Fotoapparat, dem Papier, der Tusche. Dann finde er schon den Takt.

Auf einem Zettel machte er dazu Notizen:

Tusche – Kritzeln

Sich auf Formen einlassen

Formen interessant finden, sie beobachten

Keinen Plan haben

das Thema: Verdoppelung, Schatten

auf antrainierte zeichnerische Muster zurückgreifen

Vertrauen haben

jedes Ergebnis hat einen Wert

die Lebendigkeit

sich treiben lassen

auf das eigene Können vertrauen

Buchalov

aus dem Tal des Gekritzels, Teil 2

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Im Atelier liege so viel an Skizzen und Gekritzel herum, dass er sich entschlossen mal genauer zu schauen. „Der Baumwürger“ und „die Strahlenmadonna“ hätten ihn angesprungen. Meinte Juergen.

Und jetzt steige er aus dem Tal des Gekritzels hinauf – zu was auch immer.

Buchalov

und es kommt wie es kommt

Und es kommt eben wie es kommt. Juergen ist diesmal, und das wird ihn wohl noch einige Zeit beschäftigen, ein dreitägiger Krankenhausaufenthalt dazwischen gekommen. Er versucht zu verstehen und nach vorne zu schauen. Zeichnen bzw. kritzeln helfen dabei. Und Geduld ist angesagt. Die Chancen stehen gut – Gott sei dank!

Buchalov

Ort, Platz, Stelle

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Juergen kritzelt ja immer auf irgendwelchem herumliegenden Papier herum und nun hat er mir ein abgerissenes Blatt zugesteckt. Es geht wohl ums Thema „Orte“ im Zusammenhang mit seinen OrtsMarken. Und darauf steht:

Der Ort, der Platz, die Stelle, sie haben stets ein individuelles Aussehen.

Und im Laufe des Tages ändert sich diese Physiognomie des Ortes, des Platzes, der Stelle.

Und sie erzählen Geschichten, diese Orte – wenn man sie lesen kann, denn sie haben jeder für sich eine individuelle Geschichte.

Zu den Orten, Stellen, Plätzen, die man besucht und sieht, entwickelt man eine Beziehung, mal mehr oder weniger intensiv und fortdauernd oder eben auch nicht.

Ein Ort mit seiner Bestückung, den OrtsMarken, verankert uns.

Wir gehen von Ort zu Ort, von Geschichte zu Geschichte, von A nach B. Wir gehen in der Zeit.

Der Name des Ortes ist wie ein Schlüssel: er öffnet die Kiste der Erinnerungen. Und diese Erinnerungen sind Marken.

Gibt es einen Ort ohne Bilder im Kopf?

Buchalov