Leer?

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Nicht jeder Tag sei wie der andere. Klar, eine Binsenweisheit. Nicht immer und nicht stetig sprudeln die Ideen aus einem heraus. Manchmal falle einem einfach nichts ein – so als sei man leer. So gehe es ihm nun nach der langen Fahrt zurück aus dem Süden. Manchmal sei das, was man sehe, auch einfach anregungsarm.

Jürgen grummelt mal wieder rum.

(Zwischengefunkt: was ist das denn fuer ein Wort „anregungsarm“. Und wo kommt das her?)

Als genau Schauender sei ja, so Juergen, möglichweise jedes Motiv ein künstlerisches. Wenn man wolle. Und wenn es ins Konzept passe. Oder die Funken sprühen würden.

Buchalov

der Anfang als Leere

Die Leere als Anfang. Die Leere als Anfang einer Reise oder von Assoziationen oder als Anfang einer Spurensuche. Oder die Teile eines Bildes, die auf Leere hinweisen, als Irritation. Leere als malerisches Wagnis, denn wo nichts gemalt ist, wo ist da Malerei?

Und wie passen solche Bilder zu den Bildern der gesamten Werkgruppe? Und wie halte ich als Maler diese offene Stelle malerisch aus? Was macht die Leere mit mir als Künstler und was stellt sie mit dem Betrachter an?

Boris, Rudolf, Juergen und ich haben so heute das neue Jahr begonnen, mit der Diskussion zu diesem Thema, während wir im Atelier saßen und Kaffee tranken und Rückblick auf 2011 hielten. Das Bild von Boris, das er für noch nicht fertiggestellt erklärt hat und wir aber als fertig begreifen, war der Ausgangspunkt unserer Überlegungen.

Und wir fühlten uns sehr wohl bei alledem.

Buchalov