der Anfang als Leere

Die Leere als Anfang. Die Leere als Anfang einer Reise oder von Assoziationen oder als Anfang einer Spurensuche. Oder die Teile eines Bildes, die auf Leere hinweisen, als Irritation. Leere als malerisches Wagnis, denn wo nichts gemalt ist, wo ist da Malerei?

Und wie passen solche Bilder zu den Bildern der gesamten Werkgruppe? Und wie halte ich als Maler diese offene Stelle malerisch aus? Was macht die Leere mit mir als Künstler und was stellt sie mit dem Betrachter an?

Boris, Rudolf, Juergen und ich haben so heute das neue Jahr begonnen, mit der Diskussion zu diesem Thema, während wir im Atelier saßen und Kaffee tranken und Rückblick auf 2011 hielten. Das Bild von Boris, das er für noch nicht fertiggestellt erklärt hat und wir aber als fertig begreifen, war der Ausgangspunkt unserer Überlegungen.

Und wir fühlten uns sehr wohl bei alledem.

Buchalov

Kommentare

9 Antworten zu „der Anfang als Leere“

  1. Avatar von Tobias

    Was für ein schönes Bild… ‚zufällig‘ fand ich gestern beim Räumen ein Büchlein „Die Sprache der Wolken“ von 1949, heute weiß man, die Wolken haben nichts mit dem Dampf über einem Kochtopf gemein, außer dass die Grundlage Wasser ist…[http://de.wikipedia.org/wiki/Wolke ] beim Spaziergang mit oder ohne Hund, folgt mein Blick immer den Wolken und ich wünschte, ich könnte so wie ein alter Bauer, mit einem Blick zum Himmel das Wetter für die nächsten Tage vorhersagen…
    vlG T.

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    1. Avatar von juergenkuester

      Hallo Tobias!
      Boris oder Peter wird sich freuen, dass das, was für ihn noch nicht als fertig eingestuft, von Dir aber als schönes Bild benannt wurde und keine Leere erzeugt hat.
      Liebe Neujahrsgrüsse Jürgen

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  2. Avatar von Samtmut

    Ich bin versucht, ein leeres Kommentarfeld zu senden.

    Liebe Neujahrsgrüße!

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  3. Avatar von laurazeitlos

    Zeit zum Träumen..sehr schön! Alles Liebe für 2012 wünsche ich Dir!
    LG,Laura

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    1. Avatar von juergenkuester

      Die Leere mit Träumen füllen: eine schöne Vorstellung.
      Gruß Jürgen

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  4. Avatar von Tobias

    Hallo Jürgen,

    wir haben hier auf dem Pauenhof gerade einen ranghohen Lama zu Besuch, in seinen Ausführungen die ich nur so am Randen mitbekomme, spielt ‚Leerheit‘ eine große Rolle, das nur mal so – und zu Peter – Himmel ist immer fertig oder ‚voll‘
    Guten Start, vlG T.

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    1. Avatar von juergenkuester

      Wir sollten auf dem 2SIM Treffen, fällst Du kommst, darüber mal reden – über die Leere.
      Gruß Jürgen

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  5. Avatar von valentino

    Lieber Buchalov,
    die Leere auszufüllen, das ist die Aufgabe des Künstlers. Immer wieder findet er sich vor ihr. Und oft bleibt sie einfach da, unausgefüllt, weil die Gedanken, aus diesem oder jenem Grund, es nicht zulassen. Oft entsteht das Werk unter großer Mühe, erst wenn er das Gefühl hat, nichts mehr hinzufügen zu wollen, schätzt sich der Künstler zufrieden. In dieser Vollendung steckt schon wieder ein Anfang: Wie geht es weiter? – ein fortwährendes Wechselspiel zwischen Ausfüllen der Leere und Ausleeren des Geistes. Was der Betrachter wiederum in den vielgestaltigen Wolken sieht, bleibt seiner Fantasie überlassen.
    Beste Wünsche,
    Valentino

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    1. Avatar von juergenkuester

      Hallo Valentino!
      Na ja, über die Rolle und Funktion des Künstlers lässt sich vieles sagen. Auch das Füllen der Leere gehört sicherlich dazu. Und die Mühen. Aber es geht auch anders: lustvoll, spielerisch, ohne Plan, mit Plan, …
      Gruß Juergen

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