Schlagwort: linolcut

  • das Zwickelbüro am Sonntag

    Taram, Taram, Tam Tam, Tam Tam: Heute ist Montag und gestern abend hat das Zwickelbüro für dieses Jahr seine Pforten geschlossen. Im Februar wird es allerdings wieder geöffnet werden.

    Das Zwickelbüro ist ein kreatives Kleinraumbüro.

    Das Zwickelbüro ist eine Gedankenbüro.

    Das Zwickelbüro ist ein Experimentierfeld.

    Das Zwickelbüro ist ein Rückzugsraum.

    Und das Zwickelbüro ist nach Meinung von Jürgen so etwas ähnliches wie Dada. In einem Kommentar an Eva schrieb Jürgen dazu: “Und was Dada anbelangt: ist Dada als weit gefasster Begriff nicht auch die Auflegung gegen Widerstände, gegen Herkömmliches in der Kunst, gegen Reales, gegen das Ernste? Dada ist doch spielen, experimentieren, frei sein, surreal sein, oder? In diesem Sinne ist das Zwickelbüro auch Dada.”

    Antje meinte zu Jürgen gestern, dass ihre Ergebnisse mit dem Gehirnzwickel zu tun hätten. Da gebe es ja im Stammhirn einen Bereich, den man Zwickel nenne. Der wurde schon im letzten Zwickelbüro untersucht. Gestern gab es die Fortsetzung. Antje hat sich von Jürgen eine alte Druckplatte aus seinem Bestand geschnappt, auf ihren Hintergründen gedruckt – Antje ist Spezialistin für vorgefertigte Hintergründe auf Rentenpapier – und hat das Ergebnis malerisch bearbeitet -so erreicht sie Tiefe und Plastizität. Sie mischt das Drucktechnische mit dem Malerischen.

    Und Juergen hat gestern seine riesige Linolschnittplatte weiter bearbeitet, mit der Musik im Hintergrund gesummt, gepflötet und gesungen und war weiterhin auf der Suche nach einer Form des Zwickels, die er noch nicht bearbeitet hatte. Die Platte hat er in verschiedenen Variationen gedruckt.

    Buchalov

  • das Zwickelbüro am Samstag

    Wenn das Zwickelbüro geöffnet hat, dann ist Dada angesagt. Oder Zwickelaktion. Oder Nonsens.

    So auch heute. Als Gast besitze ich ja das Privileg den Beiden, Antje und Jürgen, über die Schulter schauen zu dürfen und meinen Sermon zu all dem, was da so entsteht, sagen zu können. Buchalov hat eben Narrenfreiheit.

    Juergen war auf der Suche nach den Zwickelformen. Klärung schafft bei so etwas eine oder mehrere Zeichnungen und oft der Besuch des Copyshops um die Ecke. Oliver Blees ist das der Boss, musiziert, rockt, kopiert, faltet, beklebt und hört zu. Und es hat sich tatsächlich einiges geklärt. Das hier soll es nun werden, als Linolschnitt:

    Na ja, ob er damit die Zwickelform gefunden hat, das müsste man noch einmal bereden.

    Antje hat die Deko zu verlassen versucht, sagt sie, und reißt und übermalt und beklebt. De-Dekoration ist das Stichwort. Und da sind wohl auch noch so ganz viele Hintergründe, die auf etwas warten. Und Druckstöcke gibt es ja in Jürgens Atelier genug.

    Buchalov

  • Das Zwickelbüro am heutigen Freitag

    Heute ist Freitag und das Zwickelbüro hat heute nachmittag geöffnet. Antje war da. Sie und Juergen arbeiten gerne im „Zwickelbüro“: das Thema kann der Zwickel sein, wobei der Zwickel ja so vieles sein kann.

    Das gilt nun auch für den kommenden Samstag und Sonntag. Dass das Zwickelbüro geöffnet hat, ist auch der Versuch, neben dem gemeinsamen kreativen Experimentieren im Atelier, in den schweren Zeiten so etwas wie die Normalität herzustellen, die es vor Corona gab. Aber Jürgen weiss: diese Normalität wird es so nicht mehr geben. Aber er will nach vorne schauen. So wie in seinem Projekt „künftig/bald/nach vorne“.

    Jürgens Thema heute: die Verarbeitung von zwei Zwickelansichten aus einem „Art-Sonderheft“, das sich mit Mode und Kunst beschäftigte.

    Antjes Thema: Weiterarbeit an einigen Drucken zum Zwickel.

    Buchalov