Schlagwort: Linolschnitt

  • im Zwickelbüro: Tag 3

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    Natürlich sei das ein Experiment, meinte Juergen am Tag 3 im „Zwickelbüro“. Einmal, weil man im „Zwickelbüro“ mit Formen und Techniken herumspiele und nicht wisse, ob man sich dem Thema wirklich annähere.  Zum anderen sei man im Ergebnis vollkommen offen und alles sei möglich – auch das Scheitern. Aber man könne ja drüber reden, schließlich seien sie zu viert bei diesem Projekt.

    Und während Juergen an seiner Linoliumplatte herumschnitt und Antje Hintergründe montierte, tauchte zwischen ihnen im Gespräch das Thema vom Zufall und vom geplanten Zufall auf. Für Juergen ist das ein wichtiges Thema, denn er geht gerne auf zufällige Impulse im Arbeitsprozess ein – wenn er sie den wahrnimmt. Obwohl: sensibilisiert ist er dafür schon. Überhaupt die Hintergründe: immer wieder sind sie ein Thema zwischen den Beiden und haben gerade im malerischen Prozess von Antje eine große Bedeutung.

    Hier ein paar Ergebnisse von Juergen und Antje:

    Rita, die Dritte im Bunde, saß mitten im großen Raum, an einem kleinen Arbeitstisch und zeichnete spielerisch an einem oder mehreren Gehirnen und rollt die Gehirnwindungen zeichnerisch ab. Der Zwickel als keilförmiger Teil des menschlichen Gehirns läßt sie nicht los.

    Und Tobias ist wohl noch am weitesten vom Thema „Zwickel“ entfernt, denn er schnitt pflanzliche Formen aus und übertrug sie auf Holz oder er experimentierte mit verschiedenen Transferpasten, die Fotokopien auf Holz abbilden können oder sollen. Wenn mehr Zeit zur Verfügung stehen würde, ja dann ….

    An dieser Stelle sage ich nun „Tschüss“ aus dem Zwickelbüro. Im nächsten Jahr geht es zum Thema der weiter, im Februar 2020.

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    Buchalov

  • ausgelutscht

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    „Zuerst die Mathematik“, sagte Juergen.

    Acht kleine Motive, auf zwei Druckstöcken verteilt, auf 70 x 100 und auf 70 x 50, jeweils in der Auflage von fünf gedrückt. Und dann die acht Motive einzeln geschnitten, auf acht fotokopierten Papierträgern und auf acht Dekopapieren, in der Auflage von jeweils drei dann weiter gedruckt.

    Ergibt in der Summe einen riesigen Stapel von Bildern. Er hat wohl nicht durchgezählt.

    Und jetzt tauchen die Motive auch noch in einem kleinen selbst hergestellten „Druckskizzenbuch“ auf. Doch davon später mehr.

    Er hat die acht Motive auf den ersten zwei Druckplatten, später acht, wirklich bis zum letzten „ausgelutscht“ – so nennt Juergen das dann immer.

    Buchalov

     

  • Klausurwoche, Tag 5

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    Am Anfang war da der Regen, der von außen ans Fenster im Atelier trommelte. Heftig, heftig! Und dann war da die Musik, die dagegen ankämpfte – und klar gewonnen hat. Juergen war nun den fünften Tag hintereinander im Atelier fleissig. Sein Gesicht zeigte Zufriedenheit als ich ihn dort traf.

    Ach ja: Eine Tuschezeichnung ist heute natürlich auch entstanden und wurde von mir an die Rhizomwand gehängt. Morgen zeige ich vielleicht Bilder dieser Wand.

    Fleißig gedruckt hat Juergen auch und sich herangetastet an die zentrale „BFT – Edition“. Bei Instagram kann man einiges, das noch im Werden ist, als kurze Story sehen: >>>>>

    Buchalov