XYZ-Woche: der fünfte Tag ist der mit der Methode.

MAASEINHEIT§R

*** Schatten – Zwilling – Spiegelung – Schnitte – Maas – Samstag – Bohneneintopf – Sitzmarathon – Wandgeflüster – Mann oh Mann – wie nur wie ***

Juergen war scheinbar nun während der gemeinsamen XYZ – Woche mit Dagmar in ein Loch geraten. Worte, Worte, Worte. So sah es für mich von außen aus. Ein gedankliches Loch. Ein Ideenloch. Da zündete nichts. Und was macht man dann? Was hat Juergen gemacht? Tja, ich kenne das schon: er flüchtet sich dann in die Anwendung einer Methode. Und was kam zur Anwendung: Rumspielen mit der iPhone – Zeichenapp. Und das solange bis ihm etwas Brauchbares vor die Füße gefallen ist. Und Festhalten am Gedanken der Spiegelung, des Schattens. Die Ergebnisse seht ihr hier. Überzeugt haben sie ihn aber nicht. Aber ein Anfang war gemacht.

Holla, holla, bim, bäm, bam!

Und dann die Methode mit dem Langzeitduschen und dem Nachdenken unter derselben. Ergebnis: die Idee vom Holzblock mit Linien, dem mit Kreisen, dem Seelenkastenblock und dem Block mit der Radarfalle. Alle vier beim Drucken kombinierbar. Alle vier aber auch nach dem Prinzip der verlorenen Platte bearbeitbar. Alle vier stehen im Bezug zur Arbeitswoche und den Motiven, die ihm da über den Weg gelaufen sind. Wenn das mal kein Plan mit Methode ist.

Holla, holla, bim bäm bam!

Und Dagmar? Tja, Dagmar hat sortiert, einen Flyer gestaltet, sich einiges vorgenommen und dann Kaffee getrunken. Mit Juergen. Sie redeten über alle erdenklichen Funktion und Erscheinungsformen der Blasen, über den Unterschied zwischen Präsentationsform und Installation. Und sie hielten Rückblick, denn der Besuch beim Rundgang an der Münsteraner Kunstakademie wirkte noch nach.

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Gibt es ein Konzept? Eine Haltung?

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Gibt es ein Konzept? Eine Haltung? Einen Plan? Eine Methode? Die Ahnung eines Vorgehens? Oder arbeitet man nur so vor sich hin? Wie wirken die Dinge um uns herum auf uns, wenn ich kein gesellschaftliches Neutrum bin. Juergen hat so seine Phasen. Und dann geht es um diese Fragen, die, die ihn und seine Kunst und die Verortung in der Welt betreffen.

Christel und Ilona von der „Künstlergemeinschaft Alpen“ waren schon vor längerer Zeit zu Gast in seinem Atelier und schon war man mitten in diesem Thema, genau in diesem Thema. Und auch mit seiner neuen Atelier Nachbarin hat er jetzt schon des Öfteren darüber geredet.

Juergen zählt ja zu den Vertretern, die dem Zufall im Arbeitsprozess vertrauen. Ja, er ist geradezu gespannt wie ein Flitzebogen auf zufällige Ergebnisse. Manchmal provoziert er sie sogar. Vielleicht auch als Gegengewicht zu dem vernunftbetonten und eher gleichmäßigen Arbeiten in seiner Kunst. Das gibt es nämlich auch. Juergen meint sogar, dass der Zufall in die Prozesse des Lebens und der Maschinen insbesondere der künstlichen Intelligenz als fester Bestandteil eingebaut sein müsste.

Aber dennoch vertraut er ebenso dem Prinzip des methodischen Vorgehens – manchmal auch, um den Zufall zu provozieren.

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Zeichnen nach Photos

Juergen gehört nicht zu denen, die in der freien Natur oder dort, wo er unterwegs ist, sein Skizzenbuch zückt und zeichnet. Gelegentlich kommt das auch vor, sicherlich, aber es ist nicht die Regel, eher die Ausnahme.

Nein, Jürgen fotografiert und dokumentiert. Mit dem Smartphone. Schnell und zügig. Teilweise verhuscht. Flüchtig. Er will beim Fotografieren für seine Umgebung eigentlich unscheinbar sein.

Und manche der Bilder werden dann zur Basis seiner Zeichnungen. Aber nicht mit der Absicht einer originalen Wiedergabe, dafür ist ja das Foto da, nein als Basis von freien Zeichnungen. Die Anderen, oder viele davon, wandern in seine thematisch geordnete Materialkiste und warten dort – wahrscheinlich auf bessere Zeiten, oder auf die Zeiten, wenn sie benötigt werden.

Das ist seine Methode.

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ein Plan, eine Methode

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Juergen ist da so hineingeschlittert. Und merkt nun, dass es ihm einiges abverlangt.

Wovon ich rede?
Susanne Haun und Heike Schnittker haben als er noch in Süddeutschland unterwegs war ein zeichnerisches oder malerisches Projekt angestoßen, bei dem es darum geht, erstellte Selbstportraits durch den anderen übermalen zu lassen. Und sie haben Juergen einbezogen. Das freut ihn sehr, es sei ein Zeichen von Wertschätzung sagte er, und er mache da gerne mit. Ich soll danke sagen.

Ich kenne Juergen ja ganz gut, und ich habe mir schon gedacht, dass er sich der großen Anforderung, davon hat er nämlich geredet, stellen wird, indem er sich einen Plan macht. Oder eine Methode festlegt. Um das Ganze zu meistern. Hat er auch getan.

Juergen hat nun einen Rapport begonnen, neben der Arbeit an den Bildern, in dem er alles das, was ihn zu dem Vorhaben bewegt, niederschreibt. Er kreist also das Ganze gedanklich und literarisch ein. Er versucht sich Halt zu geben. Und hat parallel dazu mit der praktischen Arbeit begonnen.

Im Atelier ist er daher auch schon gewesen und hat die Selbstportraits gemalt, die er an Heike und Susanne weitersenden soll, damit diese sie übermalen.

Dem Projekt fehle auch noch ein Arbeitstitel, meinte er zu mir. Bei Juergen müssen die Dinge nämlich immer einen Namen haben. Den „klebt“ er dann auf die Projekt – Schublade.

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Das Druckskizzenbuch

 

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Ich soll es nochmal zeigen, meinte Juergen, das Druckskizzenbuch. Denn bei meinem Bericht vom „Isolator“ vorgestern habe ich nicht nur von den bildnerischen Ergebnissen in diesem Skizzenbuch geschwärmt, sondern auch davon, dass Juergen sich damit ein Verfahren zur Annäherng an ein Thema über die Verwendung  kleiner Holzschnitte in Kombination mit Tusche geschaffen hat.

Also: Hier geht es zum Link: >>>>>>

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