Mirolandwirkung

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Artelier Miro auf der Mas Miro

Ich habe ihn gefragt, ob denn die Tatsache, dass er sich in Miroland bewegt, dass die „Mas Miro“ einen Katzensprung von seinem Wohnmobil entfernt liegt, dass die vorhandene nicht vorhandene Anwesenheit von Miro gegeben ist, ich habe ihn gefragt, ob ihn das beeinflusse, ob das Wirkung habe. Er meinte etwas, in Stichworten:

Miros Bilder angeschaut, jede Menge davon, und nichts ist passiert, dass direkt gewirkt hätte.

Die „Mas Miro“ besucht, mehrmals, und vieles wirkte aus der Zeit gefallen.

Alles habe seine Zeit. Alle Kunst habe ihre Zeit. Auch die von Miro.

Über den Surrealismus einiges nachgelesen. Und wahrgenommen, und versucht, einzuordnen.

Fundstücke vor Ort gesammelt und zeichnerisch als OrtsMarken verwendet.

Die Atmosphäre  wirken lassen und sich inspiriert gefühlt.

Die Farbe Schwarz sei irgendwie wichtig geworden.

Eine touristische Vermarktung Miros: nicht erkennbar.

(Die Bilder sind als Besucher im Atelier von Miro 2018 entstanden)

Buchalov

Der Frühling kommt, und er wird unruhig.

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„Der Frühling kommt und ich werde unruhig“ sagte Juergen zu mir. Er sagte es fast beiläufig und total aus dem Zusammenhang heraus, während er über ein Blatt gebeugt zeichnete, eine Skizze. Aber die Bemerkung ist wichtig. Wenn er unruhig wird, dann bezieht sich das nämlich auf sein Fernweh, glaube ich. Und auf die erwachende Lust am Neuen in der Ferne.

Es stimmt: wir haben nur noch zwei Wochen, dann geht es wieder los, in den Süden. Ich bin gespannt, was er diesmal an Material mitnehmen wird. Zeichnen, fotografieren und kleben: das könnte es wohl sein, was vor Ort erledigt wird.

Wenn ich Juergen beim Arbeiten im Atelier zusehe, denke ich, dass alle seine momentan entstehenden Arbeiten ab sofort auf diesen Zeitpunkt hin angelegt sind. Es geht aufs Winter-Ende zu. Das Enge hat dann auch ein Ende. Das Offene kommt. Bald wird wieder der Hashtag  „#unterwegs“ verstärkt auftauchen. Da bin ich mir sicher.

Buchalov

irgendwann macht es Klick

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Wir sind wieder unterwegs, Juergen und ich, und stehen mit dem Wohnmobil im Miroland, genauer in Montroig, in Spanien, wie in fast jedem Jahr. Wir treffen uns mit Freunden und freuen uns, dass wir noch da sind. Hier in der Nähe ist Miro groß geworden. Und Juergen folgt mit dem Fahrrad seinen Spuren im Umland, den biografischen und visuellen.

„Und?“ habe ich Juergen gefragt. „Und was?“ hat er zurückgefragt.

Ich weiß, dass er sich in seiner Kunst momentan treiben läßt. Er hat sich zwar vor der Fahrt so einige Notizen gemacht, über mögliche Themen. Und hat auch einiges an Material eingepackt. Aber ich kenne ihn. Er schaut nun und beobachtetet und wartet. Und Miro ist so einer der roten Fäden, denen er folgt. Aber eben nur einer. Irgendwann macht es Klick und dann wird er beginnen. Ich kenne ihn.

Buchalov