Schlagwort: theorie

  • über Wirkungen

    Jürgen grübelt!

    Alles, wirklich alles habe eine Wirkung. Das Tun, das Denken, das Glauben. Auch das, oder gerade das, was man hier im Block schreibe. Alles habe eine Wirkung. Man vergesse das leicht, meinte Jürgen. Und auch die Art und Weise wie man schreibe, sei von Bedeutung.

    Manchmal entwickeln solche Impuls auch eine Wirkung, die man gar nicht beabsichtigt habe. Aber es entsteht eine Wirkung. Dreimal sei ihm das nun in der kurzen Vergangenheit geschehen.

    Und letztendlich falle alles, was man veröffentliche, auf einen zurück. Denn man sei nicht nur für den Impuls, sondern eben auch – ein wenig zumindest – für die Wirkungen verantwortlich.

    Ein Beispiel: wenn er über den Schatten sei der Zwilling schreibe, dann habe dies Wirkung auf lesende Zwillinge, auf Menschen, die mit Zwillingen traurige oder positive Dinge erlebt hätten und und und.

    Oder: wenn er ironisch über die Vorstellung schreibe, dass Menschen sich den Thron des Satans ins Pergamonmuseum phantasieren, dann habe das möglicherweise auch eine Wirkung: so oder so.

    Und umgekehrt gelte damit aber auch: Man habe als Autor Einfluss. Vielleicht sei der nicht allzu groß und verflüchtige sich schnell. Aber der erzeugte Impuls wirke und sei Teil der Transformation der Dinge. Wirkung und Transformation liegen eben nahe beieinander.

    Buchalov

  • Hintergrund

    HipstamaticPhoto-521720792.703004

    Es ist ein Kreuz mit den Hintergründen. Mal ergeben sie sich für Juergen bei seinen Bildern fast automatisch, weil sie sich aus der Komplexitatät des Motiv wie von selbst erzeugen, mal konstruiert er sich da was zusammen, was ihn nicht ganz glücklich macht. Zur Theorie des Hintergrundes hat er noch nichts gelesen.

    Was ihm denn wichtig sei, habe ich ihn gefragt? Lebendigkeit und Tiefe, das sei es, in der Regel. Klar, es gebe auch Motive, die ohne Hintergrund auskommen sollten. Aber ansonsten: Das Energetische des Hintergrundes soll auf das Motiv belebend wirken. Manchmal sogar beleben. Erzeugung von Tiefe. Das zentrale Motiv halten, fixieren.

    Er weiß, dass die Hintergründe, sogar die Beschaffenheit des Papiers, ein gestalterisches Mittel sind. Und weil er es weiss, möchte er es bewusst einsetzen und versucht Klarheit zu bekommen.

    Und während ich schreibe ruft er mir zu: „Hintergründe sind das Gegenteil von Leere“. Und dann: „Ohne Vordergrund kein Hintergrund und umgekehrt.“ Und schließlich: „Ein Hintergrund kann alles sein.“

    Buchalov