Schlagwort: Tusche

  • künftig/bald/nach vorne: Transformation, heute ist Donnerstag

    Die Zeit hat den Mittwoch in einen Donnerstag transformiert. Heute ist Donnerstag.

    Juergen hat sich eine Linolschnittplatte gegriffen und mit dem Schnitt begonnen. Sein Motiv ist ein Kern: der Kern eines Baumpilzes. Dabei spukte ihm zusätzlich im Kopf die Zahl Sieben umher. Der Druck erfolgt nach dem Prinzip der verlorenen Platte.

    Auch ein Papierobjekt entsteht, ebenfalls in Anlehnung an den Baumpilz. Einen Plan für diesen Kern hat er nicht, da läßt er sich wirklich treiben und klebt und faltet wie es die Situation und der Zufall zulassen.

    Einer seiner Handlungsaufträge zu Beginn des Projektes lautete so: „Kann natürliches Material zu geistigem werden? – Dieses Mal ermutige ich Dich, das Material des Gartens zu verwenden / es sich anzueignen / sich von ihm inspirieren zu lassen, seine Form zu ändern und es in eine Partitur umzuwandeln, die durch Sprache und Deine Stimme ausgedrückt wird.“ Und das war das Erste, was er heute angepackt hat, nämlich erste Überlegungen zu einer musikalischen Transformation in Bezug auf den versteinerten Baumpilz, grob skizziert. Das muss morgen noch werden, denn das kleine Keyboard und die Gitarre warten schon.

    Die Wand, die Jürgen so wichtig ist, weil sie den Prozess festhält, den er geht, und die wunderbare Sammelstelle für alles ist, was ihn bewegt, diese Wand hat jeden Tag ein anderes Gesicht – sie transformiert sich und gestaltet sich stets anders. Der Kern dieser Transformation sind Jürgens gestalterische Vorstellungen und die Wirkung der einzelnen Werke auf die Wandfläche bezogen oder die angrenzenden Bild-Nachbarn. Überhaupt ist die Wand ein ganz zentrales Instrument für ihn: sie bündelt alles: Ergebnisse, Gedanken, Energie und Querverbindungen.

    die Wand: 05-11-2020

    Und als Letztes für heute: Die Begriffspaare „Transformation und Metamorphose“ bedürfen im Rahmen des Projektes immer noch einer Klärung. Ein Beitrag von Gerda Kazakou hilft da vielleicht: hier bitte klicken >>>>

    Buchalov

  • Was weiß ich schon von ….

    Also: wir waren zurück im Atelier, letztes Wochende, unter dem Motto „let’s do the locomotion“. Juergen fand dabei einen großen Stapel von Skizzen, Thema: “was weiß ich schon von…” – altes Zeug halt, dass irgendwie nach unten gerutscht war. Und nun sprang ihn das wohl an, zu Recht wie ich finde, und ich soll eine Galerie mit diesen Bildern hier zeigen.

    Buchalov

  • back to the studio, let’s do the loco-motion!

    “back to the studio, let’s do the loco-motion!” Das hat Jürgen in den Stories bei Instagram und FB gepostet. Das ist ja auch klar, denn jetzt, wo unser Fahren mit dem Wohnmobil vorbei ist und die dunklen Jahreszeit ansteht, ist das Atelier sein Arbeitsraum. Hier wird das, was sich im Sommer an Material angesammelt hat, vertieft oder abgeschlossen.

    Ich habe ihn beobachtet: er tut sich momentan schwer in seinen Räumen. Darauf angesprochen gibt er das auch zu. Der Arbeitsrhythmus falle nicht vom Himmel, auch wenn die Hauptthemen stehen: die OrtsMarken und der Schatten ist der Zwilling.

    Also, so sagt er, spiele er erst einmal ein wenig herum, mit dem Fotoapparat, dem Papier, der Tusche. Dann finde er schon den Takt.

    Auf einem Zettel machte er dazu Notizen:

    Tusche – Kritzeln

    Sich auf Formen einlassen

    Formen interessant finden, sie beobachten

    Keinen Plan haben

    das Thema: Verdoppelung, Schatten

    auf antrainierte zeichnerische Muster zurückgreifen

    Vertrauen haben

    jedes Ergebnis hat einen Wert

    die Lebendigkeit

    sich treiben lassen

    auf das eigene Können vertrauen

    Buchalov