
Das Meer liegt uns hier in Montroig/Bahia zu Füßen. Und die Wellen werfen sich in den Sand. Ihr rhythmisches Rauschen beruhige ihn, meinte Juergen.
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Das Meer liegt uns hier in Montroig/Bahia zu Füßen. Und die Wellen werfen sich in den Sand. Ihr rhythmisches Rauschen beruhige ihn, meinte Juergen.
Buchalov
Diesmal war uns nach Landstraße, nach tingeln, an der Küste entlangschleichen. Von Palavas le Flot ging es am Etang entlang, aber es war so diesig. Wir könnten das Meer nicht sehen. Daher ging es bei Beziers auf die Autobahn und Hups waren wir über die Berge, La Joncera, und ab nach Barcelona. Abfahrt 37 war dann Cambrils. Und jetzt stehen wir direkt am Meer.
„Die Unterlegscheiben der Heiligen Susanna“ hat Juergen hier gezeichnet. Unterwegs hat er ein Verkehrsschild gesehen auf dem „Santa Susanna“ stand.
Buchalov

Juergen kritzelt ja immer auf irgendwelchem herumliegenden Papier herum und nun hat er mir ein abgerissenes Blatt zugesteckt. Es geht wohl ums Thema „Orte“ im Zusammenhang mit seinen OrtsMarken. Und darauf steht:
Der Ort, der Platz, die Stelle, sie haben stets ein individuelles Aussehen.
Und im Laufe des Tages ändert sich diese Physiognomie des Ortes, des Platzes, der Stelle.
Und sie erzählen Geschichten, diese Orte – wenn man sie lesen kann, denn sie haben jeder für sich eine individuelle Geschichte.
Zu den Orten, Stellen, Plätzen, die man besucht und sieht, entwickelt man eine Beziehung, mal mehr oder weniger intensiv und fortdauernd oder eben auch nicht.
Ein Ort mit seiner Bestückung, den OrtsMarken, verankert uns.
Wir gehen von Ort zu Ort, von Geschichte zu Geschichte, von A nach B. Wir gehen in der Zeit.
Der Name des Ortes ist wie ein Schlüssel: er öffnet die Kiste der Erinnerungen. Und diese Erinnerungen sind Marken.
Gibt es einen Ort ohne Bilder im Kopf?
Buchalov