
Und hier die vorgestern angekündigten „OrtsMarken“, die hier in Montroig, dort wo Juergen und ich momentan aufs Meer und auf unsere Füsse und auf die Dinge, die wir da so finden, schauen, entstanden sind.
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Und hier die vorgestern angekündigten „OrtsMarken“, die hier in Montroig, dort wo Juergen und ich momentan aufs Meer und auf unsere Füsse und auf die Dinge, die wir da so finden, schauen, entstanden sind.
Buchalov

Also wirklich: Größer als 10x 20 cm sind diese Skizzen nicht. Jürgen sitzt an seinem Zeichentisch, nahe dem Strand, und füllt die kleinen Blätter täglich mit seinem Fineliner. Anderes Werkszeug benutzt er momentan nicht. Nach dem Frühstück setzt er sich raus, an seinen kleinen Tisch und legt los.
„OrtsMarken“ fallen ihm ein und Eindrücke vom Meer, die aber auch Eindrücke von Sandwüsten sein könnten. „Als Lato, das Meer sah“ so nennt er sie dennoch.
Die großen Blätter, die er auch mitgenommen hat, warten schon darauf mit Tusche gefüllt zu werden, denn seine Absicht ist es, die kleinen Skizzen als größere Zeichnungen umzusetzen. Es hört sich seltsam an, aber Juergen wartet auf Tage, an denen der Wind hier am Meer nicht allzu heftig weht. Denn im Wohnmobil arbeite er nicht mit Tusche, nur im Freien.
Und übermorgen zeige ich die „Ortsmarken“.
Buchalov

Dies seien jetzt die letzten Zeichnungen und Bilder zu unserer Marokkofahrt, sagte Juergen. Das solle nun genügen.
Er habe zwar noch gar nichts von den Gärten in Marrakesch erzählt, dem von Andre Heller mit Namen „Anima“ und dem Majorelle – Garten von Yves Saint Laurant. Und von den tollen Frauen in der Frauenkooperative im mittleren Atlas, die selbst das Arganöl herstelle und vermarkte. Und von dem mehr als ärmlichen Leben der Berber im Atlasgebirge. Und von dem freundlichen Taxifahrer. Oder dem Gauklerplatz in Marrakech, der abends zu einem Feuerwerk des Lichtes und der Stimmen werde. Oder der Kutschfahrt durch die Stadt. Oder dem tollen Essen während der Fahrt aus all den vielen Taginen. Es solle jetzt erst einmal genügen.
Aber eins stehe schon fest: nächstes Jahr gehe es wieder dorthin, dann wohl in den südlichen Teil, ran an die Wüste. So ist Jürgens Plan. Ich darf mitfahren. Das hat er mir jedenfalls in die Hand versprochen.
Buchalov