der Prinz erhielt Post

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Der Prinz erhielt Post. Von Susanne Haun. Vor ein paar Tagen. Der Prinz, das ist natürlich Juergen, und ich, Buchalov, bin sein Chronist.

Also: Susanne hat die fertigen und verarbeiteten Selbstportraits von Juergen an ihn zurückgeschickt und ein Selbstportrait von sich beigefügt. Susanne, Heike und er haben nämlich vereinbart, schon seit geraumer Zeit, sich gegenseitig Selbstportraits zuzuschicken, die die anderen überarbeiten sollen und dürfen. Und man will ausloten, was da malerisch möglich ist. Und was das mit einem macht.

Und jetzt bringt Juergen Folgendes auf den Weg:

Aber, sagte Juergen, die räumliche Distanz sei ein Problem, denn damit geschehe kein wirklicher Dialog zwischen Ihnen über das, was da mit ihnen geschehen. Die Mailkorrespondenz und die Beiträge im Blog reichten einfach nicht aus. Das sei ein echtes Manko.  Ohne das gemeinsame Gespräch gehe es einfach nicht. Da müsse eine Lösung her. Vielleicht lasse sich da was auf seiner „Buchalovs Freunde Tour 2018“ im Juni organisieren.

Buchalov

„Und jetzt?“, fragte der Prinz.

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Bis vor ein paar Wochen gab es zwischen Susanne, Heike und Juergen einen regen Austausch: Sie haben sich schon seit einiger Zeit  Portraits zugeschickt und diese bearbeitet, überarbeitet, total verändert. Sie nannten das Projekt „die Prinzessinnen und der Prinz“. Einen kleinen Einblick gibt es hier: >>> [ … ] <<<

Und jetzt? Im Moment?

Juergen konnte auf meine Nachfrage nichts sagen. Er bekäme seit geraumer Zeit keine Portraits mehr. „Schade“, meinte er. „Wirklich schade!“ Aber das müsse ja nicht so bleiben, erwiderte ich.

Daher hat er sich entschlossen, mal wieder was auf den Weg zu bringen und den Beiden zu schicken. Sozusagen einen Stein ins Wasser zu werfen: fotografische Selbstportraits, die jetzt von den Beiden überarbeitet werden können. Wenn sie denn noch wollen.

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die Prinzessinnen und der Prinz gehen und es kommt …

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Susanne fand den Arbeitstitel „die Prinzessinnen und der Prinz“ für das Projekt von Heike, Juergen und ihr selbst nicht mehr ganz so toll. „Sie hat ja recht“, meinte Juergen. Eine „vernünftige“ Projektüberschrift soll nun her: kurz, knapp, sachlich treffend. So Ihre Vorgaben. Und Juergen ergänzte im Gespräch mit Ihr das Ganze um die Kategorie „Humor“. Dann wäre er sehr zufrieden.

Und jetzt wartet er auf Vorschläge von Susanne und Heike und hat die seinen schon im Notizbuch des Handys abgespeichert. Drei Ideen gefallen ihm Momentan – aber das kann sich ja auch schnell wieder ändern: „über was auch immer“, „3 x selbst“ und „aushalten“. Mal schauen, bin gespannt, was die Drei ausbaldowern.

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„die Prinzessinnen und der Prinz“: weiter gehts!

Juergen hat eines der Bilder, die ihm von Heike zugeschickt wurden, fertiggestellt: das Porträt von Susanne. Ein Porträt von Heike hat er bearbeitet. Und ein weiteres Porträt hat er von sich selbst erstellt. Das geht jetzt alles postalisch an Susanne Haun.

Die Absprache in dem Projekt von Heike und Susanne und ihm ist ja, dass man das zugeschickte Porträt übermalt, aber Juergen kann sich dazu nicht so recht aufraffen. Denn wenn er übermalt, ist alles so endgültig. Und daher überklebt er lieber, denn dann kann er vorher alles auflegen und anlegen und die Wirkung ausprobieren und sehen und entscheiden. Ihm fällt das alles sehr schwer, denn alles in den Bildern ist ihm zu viel: zu viele Bild – Elemente, zu viele Spuren, zu viel Spontanes, zu viele Materialien, zu viel von allem, da ja drei Personen ihre Spuren hinterlassen. Und wenn er Bilder bekommt, scheinen sie ihm oft fertig zu sein, und wenn er Bilder weiterschickt, sind sie für ihn auch fertig. Wenn es fertig ist, dann ist es ja gut. Und wenn es dann wieder überarbeitet wird, wird es nicht unbedingt besser. Und das alles wird dann wieder aufgehoben. Das sei eine seltsame Erfahrung für ihn, mit der er so nicht gerechnet habe.

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