Schlagwort: Zeichnung

  • Projekt ohne Namen: „Ein Neuanfang bedeutet… „

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    Susanne schrieb: „Ein Neuanfang bedeutet …“

    Und Juergen hat vervollständigt mit: „… Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert“

    Als Juergen, so sagte er, das Wort „Neuanfang“ las, wußte er sogleich den Rest des Satzes. Nur das Bild dazu fehlte ihm. Das hat er dann gestern gefunden, beim Aufräumen des Schrankes, in dem die alten Druckstöcke lagern.

    Das mit dem Neuanfang sei, so glaubt er, eine schöne Hilfskonstruktion, um bei den Dingen, die sich einer Lösung verschließen, voranzukommen.. Aber einen wirklichen Neuanfang könne es ja nicht geben, denn das was war, löse sich ja nicht auf. Es ist noch da. Das Neue ist wahrscheinlich ein veränderter Blick auf das Alte, mehr eben nicht.

     

    Susanne und er schicken sich seit November 2016 halb fertige Sätze zu, vervollständigen sie literarisch und zeichnerisch. Juergen benutzt dazu immer Reste von alten Druckstöcken, mit denen er auf billigem Dekopapier drückt und die er zeichnerisch ergänzt.

    Hier ein kleiner Einblick in bisher Entstandenes: >>> [ … ] <<<

    Sein Satzanfang für Susanne lautet nun: „Wenn ich mit dem Finger schnipse …“

    Buchalov

  • Juergens Schnipsel

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    Juergen saß heute morgen am Frühstückstisch und hat dort akribisch auf einem Teil seiner Tageszeitung notiert, was er da so bei Gerda im Blog gelesen hat und was ihm dabei durch den Kopf ging. Es waren seine Schnipsel, die er nach Athen geschickt hatte, und die nun offensichtlich etwas bewegen.

    Wenn er das jetzt nicht notiere und sortiere, werde er den Überblick verlieren, meinte er zu mir.

    Also:

    1. erste Figuren, spontan entstanden, seien zu sehen gewesen. Zweierpaare. Die Zwei. Und Schiffe. Gerda habe wohl versucht sich dem Material zu nähern, bei vorheriger erster Sortierung.
    2. Aus den Schnipseln seien nun in einem zweiten Schritt sechs Variationen von Köpfen und Körpern geworden unter dem Motto der dialogischen Machtteilung.
    3. Und dann hätten Chinesen die Bühne betreten – der Alte und die Haushälterin und mit ihnen der Traum von der Freiheit.
    4. Dunkle Geschäfte, dunkle Momente: ein Schattenspiel sei es nun geworden, mit dem Boss und den drei Kleinen und dem Clown. Und alle mit dem Wunsch den Mond mit Hilfe der Katze vom Himmel zu holen.
    5. Dann kam die Wehmut des Clowns.
    6. Danach entschweben die Artisten ins All.
    7. Szenen aus verschollenen Romanen tauchen als nächstes auf.
    8. Dann erscheinen die griechischen Vasen, die Schrift, der Schatten, das Sichtbare, das Unsichtbare, der Minotaurus.

    Alleine diese vielen Sachen seien ja schon der Stoff für ein ganzes Jahr kreativer Arbeit, so Juergen. Wenn man das wolle. Wenn man das kleinarbeite, habe man genug zu tun und reizvoll klinge da vieles. Gerdas Ideenreichtum im Erzählen der Geschichten sei schon immens.

    Bei den Kommentaren, die hatte Juergen nämlich auch ausführlich gelesen, seien ihm Worte aufgefallen, die er beachtenswert finde, Worte, die Türen öffnen könnten, und die er in seine Sammlung an Worten aufnehmen werde:

    das Seelenbild, das Fremdmaterial, die Lebenswelten, der Kampf der Kreativität und Postionen, die Zähmung des Materials.

    Alles in allem sei es aber, und Gerda habe da eine echte Herausforderung angenommen, um die Suche nach der richtigen Methode gegangen, um die Frage nach der Herangehensweise an ein Material, das schon Stoff gewesen sei und nun weiter Inhalt sein solle. Sie hat die Untersuchung als Methode gewählt.

    Vielen, vielen Dank an Gerda.

    Aber eigentlich, so Juergen, sei es ja immer um diese drei hier gegangen: Peter Maschke, Juergen alias Buchalov und Gerda. Denn sie formen das Material, sie geben im Gehalt, sie hauchen dem Papier Leben ein, sie findet man in allen Ergebnissen wieder – manchmal flüchtig, oder energetisch, oder huschig. Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang mal über „Appropriation“ nachdenken, meinte er.

    Deshalb hat er sie erst einmal schnell gezeichnet, die Drei. So kann man den Dingen, neben der untersuchenden Art wie Gerda es macht, ja auch auf die Spur kommen. Davon ist er überzeugt.

    Buchalov

  • Projekt ohne Namen: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“

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    Susanne Haun schrieb: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“

    Und das war schon vor einiger Zeit und Juergen hatte wohl total verschwitzt darauf zu antworten. Das wäre nämlich sein Teil in diesem gemeinsamen Projekt mit Susanne Haun gewesen. Sie nennen es „Projekt ohne Namen“. Beide schicken sich schon seit geraumer Zeit immer wieder gegenseitig halbfertige Sätze zu, die der andere vervollständigen muss und zu visualisieren hat.

    Jetzt hat Juergen endlich geantwortet: “ … auch mit Erdöl!“

    Und den Satzanfang, den er Susanne jetzt zusendet, der lautet: „Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …“

    Wer den gesamten Projektverlauf verfolgen möchte, sollte hier klicken: >>> [ …] <<<

    Buchalov