Heute soll ich die drei Motive aus seiner Edition zur Atelierausstellung „klein klein“ in der „Rosaversion“ zeigen, bat Juergen. Gern geschehen!
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Heute soll ich die drei Motive aus seiner Edition zur Atelierausstellung „klein klein“ in der „Rosaversion“ zeigen, bat Juergen. Gern geschehen!
Buchalov
Jörg und Juergen tauschen. Unfertige Arbeiten. Seit Anfang November. Das Unfertige soll der Andere dann in den nächsten Tagen oder Wochen fertigstellen bzw. beenden. Die Autorschaft ist eine gemeinsame. Und sie tasten sich so langsam hinein. Das Ganze nennen sie „zweifertig“
Ich fragte Juergen, welchen Sinn denn solch eine Kooperation habe?
Sie mache einfach Spaß, sagte er. Und er finde es auch ganz spannend dem nachzuspüren, was Jörg wohl gedacht habe, umgesetzt habe, warum er an bestimmten Stellen aufgehört habe zu arbeiten, wie er zu seinen Themen komme, ob er, Juergen, dem, was Jörg wirklich bewegt habe, auf die Spur kommen werde, ob er es mit seinen Mittel fortführen könne und was der gesamte kreative Prozess mit ihnen so mache. Es gehe auch um den Austausch, das Besprechen. Solche Sachen halt. Diese Fragen seien der Grund für das Projekt. Man lerne halt voneinander. Ein geschlossenes Ganze solle das Neue ja auch noch ergeben. Und Jörg sei einfach ein toller Mensch und Künstler.
Er bat mich in den nächsten Tagen weiter über „zweifertig“ zu berichten und ich soll ruhig mal so was „Nichtfertiges“ zeigen.
Buchalov
Manchmal sei er zu schnell, meinte Juergen selbstkritisch. Nicht bei der Arbeit selbst, aber bei der Entscheidung über die Frage, ob es nun fertig sei, ob das Gedachte und Getane trage. Er müsse mehr Sorgfalt bei der Prüfung der Ergebnisse an den Tag legen. Er sei bisweilen zu oberflächlich, meinte er.
Ich fragte ihn, wo denn dieses Ansinnen herkomme. Juergen erzählte mir von Peter Freitag, dessen Atelier er in Berlin besucht habe und der im Gespräch deutlich machte, wie er stets prüfe, wäge, nachdenke, und dabei in sich hineinhorche, ob das Ergebnis mit dem, was er so tief innen denke und fühle vereinbar sei. Ob es mit seinem Koordinatensystem und seinem Konzept im Einklang sei. Und dann sei in der Regel das Ergebnis auch wirklich gut. Zumindest nach außen selbstbewusst vertretbar.
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