Buchalovs Blog

  • über Wirkungen

    Jürgen grübelt!

    Alles, wirklich alles habe eine Wirkung. Das Tun, das Denken, das Glauben. Auch das, oder gerade das, was man hier im Block schreibe. Alles habe eine Wirkung. Man vergesse das leicht, meinte Jürgen. Und auch die Art und Weise wie man schreibe, sei von Bedeutung.

    Manchmal entwickeln solche Impuls auch eine Wirkung, die man gar nicht beabsichtigt habe. Aber es entsteht eine Wirkung. Dreimal sei ihm das nun in der kurzen Vergangenheit geschehen.

    Und letztendlich falle alles, was man veröffentliche, auf einen zurück. Denn man sei nicht nur für den Impuls, sondern eben auch – ein wenig zumindest – für die Wirkungen verantwortlich.

    Ein Beispiel: wenn er über den Schatten sei der Zwilling schreibe, dann habe dies Wirkung auf lesende Zwillinge, auf Menschen, die mit Zwillingen traurige oder positive Dinge erlebt hätten und und und.

    Oder: wenn er ironisch über die Vorstellung schreibe, dass Menschen sich den Thron des Satans ins Pergamonmuseum phantasieren, dann habe das möglicherweise auch eine Wirkung: so oder so.

    Und umgekehrt gelte damit aber auch: Man habe als Autor Einfluss. Vielleicht sei der nicht allzu groß und verflüchtige sich schnell. Aber der erzeugte Impuls wirke und sei Teil der Transformation der Dinge. Wirkung und Transformation liegen eben nahe beieinander.

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  • über die Bedeutung des Ateliers in Corona – Zeiten

    „Hermann der Vernetzer“ hat Jürgen im Gespräch auf die besondere Bedeutung des Ateliers in Zeiten der Reduzierung von sozialen Kontakten hingewiesen.

    Daraufhin hat Jürgen über seine besonderes Situation nachgedacht. Er meinte zu mir, dass es wirklich so sei: das Atelier rette ihn. Es sei in der Coranazeit sein Zufluchtsort, seine Insel, sein Rückzugsraum, der Ruheraum. Und wenn er Kontakte wünsche, seien sie dort kontrolliert machbar, denn sie seien genau steuerbar. Das alles sei auch der Grund, warum die fehlenden sozialen Begrenzungen ihm bisher noch nicht auf „den Keks gegangen“ seien und ihn besonders belasten würden. Er fühle sich im Atelier geborgen, sicher, könne seinen Gedanken nachgehen, arbeiten und einiges umsetzen. Er fühle sich gut. Er sei in seiner Burg und der Virus sei draussen. Er sei bei sich – so wie schon lange nicht mehr.

    Aus dem Atelier poste er seine Beiträge auf WP, Instagram oder Fb und schaffe sich so einen kleinen Erstaz für die fehlenden sozialen Kontakte. Ab und an telefoniere er auch, nutze Facetime oder WhatsApp um die Stimmen der Anderen zu hören und die Verbindung nicht zu verlieren. Und natürlich wolle er auch wissen wie es den anderen gehe.

    Seinem Atelier hat er schon vor Jahren den Namen „Zelle k5“ gegeben. Das passe jetzt sehr genau! Ursprünglich war es so gedacht, dass der Name „die Zelle“ das Wachsen, den Prozess, das Voranschreiten symbolisierte. Jetzt sei der Name wohl ungewollt erweitert worden um die Bedeutung von Zelle als Rückzugsraum, als Eremitage.

    Da falle ihm ein: Zelle bedeute ja auch Gefängnis und extreme Isolation.

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  • zweimal Adventsfenster

    Also: Jürgen wurde gebeten an zwei Gruppenausstellungen teilzunehmen, einmal in Geldern, einmal in Viersen, nichts Großes, aber immerhin, und zwar werden an beiden Orten zwei Adventsfenster vorgehalten, in denen an jedem Tag vom ersten bis 24. Dezember im Wechsel Künstler der Region ein Werk zeigen.

    In Geldern einen Tag vor seinem Geburtstag, sehr gut. In Viersen kurz vor den Festtagen, auch gut. Es wurde von >>> Nanni Wagner <<< und >>> Dagmar Reichel <<<, den Organisatorinnen nachgefragt und das bedeutet: man hat ihn nicht vergessen. Auch sehr gut. Und so etwas tut gut.

    Er hat zugesagt und das Mitwirken bereitet ihm Freude, denn auch im Lockdown geht künstlerisch noch was – was die beiden Aktionen zeigen: perfekt!

    Obiges Bild ist Jürgens Beitrag für den 7. Dezember in Geldern: 7, OrtsMarke, Mas Miro, Montroig, SP, rainbird 293, Holzschnitt/woodcut, 2020

    Über das zweite Fenster in Viersen werde ich berichten, wenn es soweit ist, wahrscheinlich kurz vor Weihnachten.

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