als Juergen “Hermann, dem Vernetzer” ein kleines Bildchen mit auf den Weg gab

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Es war so, als habe er etwas abgegeben und hinaus in die große Welt geschickt. Es war Anfang Dezember als er „Hermann dem Vernetzer“ ein kleines, ausgeschnittenes Bild von einer Art  Flugsamen in die Hand drückte. Damit verbunden war der Wunsch es als Anregung zu nutzen, wenn „Hermann, der Vernetzet“ im ArToll arbeite.

Er hat es getan. Und so fand ein Motiv, dass Juergen auf seiner BFT Tour 19 in Horn/NL gefunden hatte nun seinen Weg an den Niederrhein, ins ArToll und in die Augen vieler Besucher. Es diente „Hermann, dem Vernetzen“ als Treibsatz, als Anschub, wunderbar! So glaubt Juergen jedenfalls. Es ist so, als wenn ein Gedankenband oder besser ein Motivband zwischen zwei sich Nahestehenden entstanden sei und über Beide hinauswirkt.

Buchalov

Besuch im Artoll-Kunstlabor

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Juergens Ateliernachbar „Hermann, der Vernetzer“ arbeitet momentan im Artoll- Kunstlabor in Bedburg Hau. Da laufen unter Sigrid Neuwingers Leitung die Winterateliers. Das Wetter war trübe, die Lust zum Austausch allerdings groß: also haben wir uns ins Auto gesetzt und sind hin zum Artoll. Wie jedes Jahr, auf der Suche nach Inspirationen und netten Gesprächen und ebenso netten Menschen. Gefunden wurde alle Drei.

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Und wenn Jürgen dann anschließend im Atelier mit mir das Ganze bespricht, damit ich den Blogbeitrag in seinem Sinne schreiben kann, ja dann konzentriert er sich auf das, was für ihn subjektiv das Wichtigste war.

Thema Nummer 1: Das Rhizomartige in der Kunst – wie die Themen wachsen, der Arbeitsprozess knospt und die Präsentation wuchert. So irgendwie.

Thema Nummer 2: die Verschmelzung von Zeichnungen, Texten, Gedichten, Klang und Musik zu einem Ganzen in einem der Labor – Räume.

Thema Nummer 3: eine Rauminstallation, spielerisch, prozesshaft, mit modernen Materialien, raumgreifend – ganz nach Juergens Geschmack.

Thema Nummer 4: am Kaffeetisch in der Küche sitzen bei Kaffee und Plätzchen und die Vernetzung vorantreiben.

Und bei „Hermann, dem Vernetzer“ sah es so aus:

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nicht die Themen, sondern das Material

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o.T. Sigrid Neuwinger

Nicht Themen waren der Ausgangspunkt der künstlerischen Aktivitäten. Das Material stand im Mittelpunkt: das experimentelle und spielerische Gestalten mit den unterschiedlichsten Stoffen. Und der grenzüberschreitende Austausch, denn die Künstlerkolleginnen stammten in der Mehrzahl aus den Niederlanden. Ein wenig babylonisches Sparchengewirr war also auch angesagt.

Juergen und ich haben auf Einladung von Sigrid Neuwinger ( siehe hier: >>> ) das ArToll in Bedburg- Hau bei Kleve besucht: ein toller Ort! Wir waren nach diesem Nachmittag so richtig „angefixt“ und die Eindrücke, aber sich die Gespräche aus den Winterateliers wirken immer noch nach. Was für eine liebevoller und freundliche Begrüssung: wir danken Euch!

Licht, Leder, Schaumstoff, Plastiktüten, Pappe, Papier, Schaumstoff, Abdeckplanen von LKWs, Gelatine, und und und.: das waren die Materialien, aus denen die Werke produziert wurden, die uns ins Auge sprangen.

Ich lasse mal ein paar Bilder sprechen:

 

Und hier der Link zum ArToll: >>> ….  <<<<

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ArToll Winterlabor 2011

Es war schon eine seltsame Anfahrt im Schneeregen: ohne Navi hätte ich das ArToll Kunstlabor mit dem Winterlabor 2011 in Bedburg Hau nicht gefunden. Das wäre übel gewesen. Denn was die Acht – oder waren es mehr? – dort vor Ort in ihrem Labor, in den Räumen des Hauses 6 der LVR-Anlage, an Werken zeigten, war schon sehenswert: von den Ergebnissen des Hühnerschlachtens bis hin zu Fussmatten mit Kabelbindern war einiges vertreten.

Ihr Arbeitsschwerpunkt lag im Bereich „performance“ – ein Filmzusammenschnitt zeigte die ersten Versuche – und da wußten sie in ihrer gemeinsamen Vorstellung dieser flüchtigen Kunstform um 16 Uhr echt zu überzeugen.

Und kurzweilig war es allemal: das Herumstöbern in den Räumen und die Gespräche und das Kaffeetrinken und dies und das.

Jürgen