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  • Buchalovs Freunde Tour 2019: Lemmer und der Rundkurs

    Nach dem Frühstück wurde gezeichnet, dann mit den Nachbsrn ein wenig über alles mögliche gefachsimpelt und dann sind wir auf den Rädern los, zuerst am Isselmeer entlang, dann ins Inland, einen Rundkurs halt.

    In Sloten war es die kleine Galerie, die unser Interesse fand, Malerei, die sich motivisch ausschließlich mit der Kombination von Obst und diversen Behältern beschäftigte.

    Dann war da noch die kleine Fahrradfähre, ehrenamtlich von sechs Männern und einer Dame im Wechsel betrieben. Da war das Kompliment des Skippers, dass Juergen noch gar nicht so alt aussehe wie er angebe. Da waren die alten Männer auf den Bänken um die Wasserbruecke, die heftig und hitzig in niederländisch palaverten. Und wie aus der Zeit gefallen der Brueckenwärter, der mit einem an einem Seil befestigten Holzschuh die Maud kassierte. Die Kirchen auf dem Weg waren geschlossen. Aber zwei Friedhöfe haben wir dennoch besucht und umrundet.

    Und wohin man schaut: Boote, Boote, nichts als Boote. Boote wie Sand am Meer. Und Fahrräder. Auch solche, die der Schlag getroffen hat.

    Warum es hier keine Fundstücke gibt, und ohne die funktioniert das Projekt „OrtsMarken“ Ja bekanntlich nicht, ist für Jürgen klar: hier sieht alles so proper aus, hier ist alles topsauber – wo sollen da Fundstuecke herkommen?

    Buchalov

  • Buchalovs Freunde Tour 2019: der dritte Tag ist der mit dem Wetter!

    Es regnete. Nicht immer und ständig. Aber ab und an: schwere und dichte Tropfen, mit Wucht. So auch heute Morgen. Und dann richten wir uns im Wohnmobil ein, lesen und Jürgen zeichnet. Und wir warten auf ein Zeichen. Alles kann ein Zeichen sein. Es kommt darauf an wie wir es interpretieren.

    Es ist ja so: Über das Wetter lässt sich immer reden. Wenn nichts mehr geht, das Reden über Wetter geht ja immer, Ein Allzweckthema. Na ja! Und irgendein ein Wetter wird ja immer erlebt, es ist immer da und es passt uns oder es passt uns nicht. Momentan passt es nicht. Wir könnten drüber reden.

    Am Frühstückstisch hat Jürgen noch ein paar Skizzen erstellt, im Querformat, weil daraus ein Heftchen mit Zeichnungen und Collagen werden soll.

    Die Fotogramme im „Hotel Maria Kapel“ sind ihm hängen geblieben. Ebenso dieses so unscheinbare Fundstueck im Jachthafen von Hoorn.

    Die Nachfrage gestern im Touristiczentrum nach den Ausstellungsorten von moderner Kunst in Hoorn brachte nun wirklich kein Ergebnis. Das ist aber eigentlich klar: denn Hoorn ist ein Museumsstadt, wunderschön hergerichtet und restauriert, mit Liebe wird man in vergangene Zeiten zurückversetzt. Alles dreht sich um die Blütezeit der Stadt im 17. Jahrhundert, dem Goldenen Zeitalter, als die „Dutch East India Company“ von hier aus ihren Handel betrieb und die Menschen und die Stadt reich machte. Das sieht man noch immer. Da muss moderne Kunst erst einmal einen Platz finden.

    Buchalov

  • Buchalovs Freunde Tour 2019: Hoorn

    „Wenn du fremd bist, dann musst du dich öffnen“, meinte er heute zu mir. „Und hellwach sein, denn die Kunst fällt dir vielleicht vor die Füße. Aber das ist eher die Ausnahme. Du musst hellwach sein, um die Zeichen, die Hinweise, das Zufällige zu sehen und festzuhalten. Nur so kann das funktionieren.“ Und man solle dabei bloß nicht verkrampfen. Wenn man verkrampfe sei man blockiert. Ich habe nicht geantwortet. Das war mir zu simpel, denn irgendwie ist das ja immer so.

    „Und was ist Dir heute vor die Füße gefallen?“, fragte ich stattdessen. Na ja, seine Antwort war klar:

    Einmal „das Hotel Maria Kapel“, eben kein Hotel, sondern eine Residence fuer Künstler. Wir durften einen Blick hineinwerfen, während die momentanen Residencegäste an ihrer Rauminstallation arbeiteten.

    Und die Boterhal („Butterhalle), eine Galerie oder noch besser ein Ausstellungsraum für moderne Kunst.

    Und dann sei da noch der Rundweg oder Skulpturenweg direkt am Isselmeer gewesen, den er mit dem Fahrrad abgefahren sei. Einiges hat er fotografiert.

    Buchalov