„was man unterwegs so alles sieht“
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov

Im Nachgang hat Juergen nun einiges auf der Basis der Fotos aus Marokko in seinem Atelier „Zelle k5“ gezeichnet und gehofft, so sagte er mir, dass sich da im Zeichnen selbst und in den Ergebnissen etwas offenbare. Eine Erkenntnis vielleicht. Ein besonderer Blick. Etwas das ihn Besonders berührt habe. Oder etwas, das für immer halte.
Aber bisher sei noch nichts geschehen.
Vielleicht ist aber auch die Vorstellung, dass da etwas auf einen herabfahre und wie ein Blitz einschlage, die falsche. Ich musste an unseren Künstlerfreund Peter Maschke denken, der schon mal davon redete, dass das, was während oder nach dem Reisen mit einem geschehe vergleichbar sei mit der Bildung von Sedimenten. Sedimente in einem selbst.
Buchalov

Man drückt auf den Auslöser und im Bild findet sich das Gegenüber wieder. Und wenn man genau hinschaut, sieht man sich selbst. Wer das Fremde fotografiert, fotografiert auch immer sich selbst. Das meinte Juergen gestern zu mir. Wir fahren ja eigentlich nicht in die Fremde, um das Andere kennenzulernen. Es ist immer die Fahrt zu sich selbst. Juergen weiss, dass dies eine etwas versponnenen Sicht der Dinge sein kann. Na ja! Meine Unterstützung dabei hat er jedenfalls.