Schlagwort: drawing

  • künftig/bald/nach vorne-Eden3: ein Ort

    Muss das Paradies ein Garten sein? – Es ist einen Versuch wert, nicht den Garten, sondern einen anderen Ort als Ort für das Paradies darzustellen. Wähle dazu aus einer Kunstzeitschrift einen Ort aus, der Paradiespotential hat und bilde ihn plastisch ab.“ So steht es in Jürgens Fragen-Pool zu Eden.”

    Damit hat Juergen gestern begonnen. An Kunstzeitschriften mangelt es in seinem zweiten Atelier zuhause wirklich nicht. Und natürlich blieb er beim Blättern in diesen an so manchem hängen, das auf Orte mit Harmoniekomplex oder Sehnsuchtpotential hinwies. Dann hat er erst einmal gezeichnet, den zeichnen klärt, und er fand einen mittelalterlichen Sakralbau, das ein Museum und einen gemalten Platz. Drei Orte, die Eden sein könnten. Drei mal Utopia – dieses Stichwort kam von „Klausbernd and the Fab Four of Cley“ und es scheint Jürgen zu inspirieren.

    Und mit etwas Kleber und Papierresten entstand in diesem Zusammenhang noch ein viereckiger Turm, skizzenhaft, ein erster grober Versuch: vielleicht die Vorlage für ein Papierobjekt im großen Atelier – mal schauen.

    Buchalov

  • Eden ist im Kopf! Liegt Eden im Kopf?

    Wo liegt Eden? Das, was man von Eden sieht, sind Bilder von Orten, so wie man sich Eden vorstellt. Also ist Eden in erster Linie eine Vorstellung und damit im Kopf. Wenn Eden im Kopf der Menschen liegt, dann sind die Bildwerdungen von Eden so unterschiedlich wie wir Menschen sind. Das Zeichnen von drei Köpfen/Portraits und ihrem Innenleben hilft vielleicht der Klärung.“

    Das war eine der Fragen, die ich gestern veröffentlicht habe. Jürgen hat sie aufgegriffen, und er ist sich sicher: Eden ist im Kopf. Der Ort Eden liegt im Kopf. So die Annahme.

    Er hat zeichnerisch ein Annäherung versucht. Und wenn ich mir das so ansehe, dann ist es tatsächlich eine Annäherung. Mehr leider nicht.

    Buchalov

  • Corona – notes 2

    Es geht um die Krone – die Krone als Symbol für alles das, was da momentan über uns zusammenschlägt: Shutdown, Beschneidung von Freiheiten, Grundrechtseinschränkungen, Ängste, Vereinsamung, Entwicklung und Rückstände in vielen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen, und noch einmal die Ängste, Virusmutationen und so weiter.

    Und es geht um Behälter, die Urnen sein könnten. Oder umgedrehte Kronen. Oder Gefässe, die zum Sammeln und wegschütten dienen. So etwas halt.

    Und es geht auch um das Positive: Solidarität, Verlangsamung/Entschleinigung, Konzentration, Besinnung, Transformation, Reduktion, die Aufwertung des Normalen, verändertes Kaufverhalten, gesundes Kochen, Unterstützungen des Regionalen, die Kraft der Improvisation und so weiter.

    Das alles beschäftigt Jürgen. Es scheint ein großer wilder Haufen von allem Möglichen zu sein, der da vor ihm liegt.

    Gestern meinte er, dass wohl eine große Transformation im Gange sei. Und es werde nichts mehr so sein wie es einmal war. Auch wenn sich viele danach sehnen und sich seltsam verhalten. Was ja auch immer so ist. Alles ändert sich ja. Immer. Nichts hat Bestand für ewig. Aber manchmal tut das eben weh.

    Und deshalb geht er fast täglich ins Atelier und zeichnet, schneidet, druckt und probiert so einiges aus. Er sucht Bilder und Formen für das Ganze. Er will etwas klären und verstehen. Dabei ist er nicht traurig, sondern zuversichtlich. Dem Projekt hat er den Arbeitstitel „Corona-notes 2“ gegeben.

    Buchalov