Antje kommt!

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Antje kommt, morgen. Das weiß Jürgen schon seit geraumer Zeit. Er freut sich daher schon lange. Und mit ihr kommt Elke. Und sie alle drei wissen noch nicht viel von dem, was sie machen wollen. Eines aber schon: sie wollen eine Woche gemeinsam arbeiten und sich gegenseitig inspirieren. Und paar schöne Tage in Juergens Atelier verbringen.

Juergen hat gegrübelt, was denn von seiner langen Liste an Themen bearbeitet werden könnte und hat hin und her überlegt. Zuerst möchte er dort anknüpfen, wo sie letztes Jahr geendet haben. Da gab es ein paar Kartoffelköpfe von Antje und ihm. So eine Art Porträt, aber mehr als kryptisch und zufällig. Die wird er als Ausgangspunkt benutzen.

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die Kartoffelköpfe

Und dann fragt er sich ja immer, was er so von den Dingen weiß. Eine Zeichenserie ist daraus im Laufe der Monate geworden, in der Portraits von Menschen dominieren. Und was er von sich selbst weiß, ist ja auch immer so eine Frage. Also wird es in einem zweiten Schritt in Richtung Portraits und Selbstportrait gehen. Besonders angetan hat es ihm hier der „heilige Titus von Isselhorst“ und ein paar fotografische Selbstpotraits. Also schauen wir mal. Ich bin ja wie immer an seiner Seite. Wird schon schiefgehen.

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der heilige Titus von Isselhorst

Buchalov

Projekt ohne Namen: „Ein Neuanfang bedeutet… „

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Susanne schrieb: „Ein Neuanfang bedeutet …“

Und Juergen hat vervollständigt mit: „… Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert“

Als Juergen, so sagte er, das Wort „Neuanfang“ las, wußte er sogleich den Rest des Satzes. Nur das Bild dazu fehlte ihm. Das hat er dann gestern gefunden, beim Aufräumen des Schrankes, in dem die alten Druckstöcke lagern.

Das mit dem Neuanfang sei, so glaubt er, eine schöne Hilfskonstruktion, um bei den Dingen, die sich einer Lösung verschließen, voranzukommen.. Aber einen wirklichen Neuanfang könne es ja nicht geben, denn das was war, löse sich ja nicht auf. Es ist noch da. Das Neue ist wahrscheinlich ein veränderter Blick auf das Alte, mehr eben nicht.

 

Susanne und er schicken sich seit November 2016 halb fertige Sätze zu, vervollständigen sie literarisch und zeichnerisch. Juergen benutzt dazu immer Reste von alten Druckstöcken, mit denen er auf billigem Dekopapier drückt und die er zeichnerisch ergänzt.

Hier ein kleiner Einblick in bisher Entstandenes: >>> [ … ] <<<

Sein Satzanfang für Susanne lautet nun: „Wenn ich mit dem Finger schnipse …“

Buchalov

Tag 3

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Am Morgen meinte Juergen noch, dass er sehr gespannt sei, was heute geschehen werde. Er und Nanni arbeiten jetzt schon gemeinsam den dritten Tag in seiner >>> „Zelle k5“ <<<   an ihrem gemeinsamen Projekt. Gestern sei er ja gefragt worden, was er denn da mache. Tja, meinte er, heute haben er noch einmal die Scherenschnitte geprüft, geprüft, ob sie seinen eigenen Ansprüchen genügen. Keiner sei durchgefallen.

Dann habe er die Scherenschnittschnippsel in eine große Tüte gepackt und sich gefragt, ob er die auch, so wie Susanne, zu Gerda nach Griechenland schicken solle. Einfach so, absichtslos. Er habe sich noch nicht getraut.

Und dann habe er Origami – Schachteln gebastelt, große und kleine, eckige und runde. Solche Schachteln tanzen ihm schon seit geraumer Zeit im Kopf umher. Was die Fahrt letztes Jahr zu den verschiedenen Orten mit ihm gemacht habe, das solle da hinein. Irgendwie. Nanni habe ihm von Bali erzählt von den kleinen Opferschalen aus Papier und Blättern, die sie da gesehen hatte und die da überall an den Straßenrändern oder sogar  auf den Amaturenbrettern der Autos liegen, als Opfergabe. Das habe ihn inspiriert. Und dann sei das nun der Anfang einer geplanten großen OrtsMarke als RaumMarke gewesen, in seinem Atelierraum, als kleine Installation. Morgen arbeite er daran weiter.

Buchalov