
Erst war es die Pelerine, die sein Interesse weckte. Doch mittlerweile ist es die Vorstellung von der Freiheit, gedanklich oder real. Denn das Gedicht von Bess Dreyer spukt immer noch in seinem Kopf umher.
auf der schulter einen falter
……. …. ….
frau mit pelerine
wie damals die alte patentante
besondere gaben hatte sie
borgte sich die fühler des falters
schmetterling du kleines ding
seine flügel nahmen sie mit
über alle zäune und grenzen
war ein fangnetz auf dem weg
dirigierte sie den flug
darüber hinweg
schwerelos
will ich ein wenig schreiben
…..
Juergen sagte mir, dass er die Vorstellung, dass ein Mensch in der Lage sei, ähnlich einem Schmetterling, sich gedanklich und auch vielleicht real, davonzumachen, über alle Hindernisse hinweg, dass er diesen Gedanken schon sehr anziehend finde. Eine Sehnsucht vielleicht. Seine Sehnsucht. Schließlich sei er ein Kind der Sechziger und mit seinem Fernweh korrespondiere das allemal.
Buchalov

Der freie Blick aufs Wasser und die Boote – die Ruhe – die zentrale Lage, optimal für sternförmige Fahrradtouren – und nochmal die Ruhe, die das Zeichnen fördert – das sonnige Wetter, na ja, gemischt mit den friesischen Winden und Wolken – das an irgendeinem Kanal sitzen und auf die vorbeifahrenden Boote schauen – überhaupt diese vielen und einzigartigen Boote – und das Unkomplizierte eben.

Man könnte sagen: hat man einen friesischen Yachthafen gesehen, hat man alle gesehen. Das könnte man sagen. Aber das ist definitiv falsch. Lemmer ist nicht Sloten und Sloten ist nicht Workum und Workum ist nicht Akkrum.Und da stehen wir nun momentan auf unserer Reise durch Friesland.

