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  • Buchalovs Freunde Tour 2019: Hoorn

    „Wenn du fremd bist, dann musst du dich öffnen“, meinte er heute zu mir. „Und hellwach sein, denn die Kunst fällt dir vielleicht vor die Füße. Aber das ist eher die Ausnahme. Du musst hellwach sein, um die Zeichen, die Hinweise, das Zufällige zu sehen und festzuhalten. Nur so kann das funktionieren.“ Und man solle dabei bloß nicht verkrampfen. Wenn man verkrampfe sei man blockiert. Ich habe nicht geantwortet. Das war mir zu simpel, denn irgendwie ist das ja immer so.

    „Und was ist Dir heute vor die Füße gefallen?“, fragte ich stattdessen. Na ja, seine Antwort war klar:

    Einmal „das Hotel Maria Kapel“, eben kein Hotel, sondern eine Residence fuer Künstler. Wir durften einen Blick hineinwerfen, während die momentanen Residencegäste an ihrer Rauminstallation arbeiteten.

    Und die Boterhal („Butterhalle), eine Galerie oder noch besser ein Ausstellungsraum für moderne Kunst.

    Und dann sei da noch der Rundweg oder Skulpturenweg direkt am Isselmeer gewesen, den er mit dem Fahrrad abgefahren sei. Einiges hat er fotografiert.

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  • Buchalovs Freunde Tour 2019: Was ist schon Planung?

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    Gekritzel, Hoorn, NL, Buchalovs Freunde Tour 2019

    Was ist schon Planung? Was ist schon Sicherheit? Man kann sie für notwendig halten, oder man kann sie sausen lassen. Beides sollte man aushalten können.

    Juergen und ich sind in Holland mit dem Wohnmobil unterwegs. Es ist die „Buchalovs Freunde Tour 2019“. Heute morgen sind wir gestartet. Wir haben aber niemanden, den wir hier besuchen könnten. Klingt doof, ich weiß. Wir kennen keine Künstler aus den Niederlanden, die auf „Buchalovs Blog“  zu Gast sind und mit denen wir uns dort hätten verabreden können. Es ist einfach so.

    Also fahren wir ohne Plan so ins Grüne hinein. Wir haben nichts gelesen, nicht recherchiert. Eher willkürlich haben wir uns den Ort Hoorn am Isselmeer als ersten ausgesucht, weil Juergen mal vor Jahren etwas davon gehört hat. Was genau hat er vergessen. Es ist ja auch erst einmal ohne Bedeutung. Wichtig ist, das wir eine Stelle haben,die wir im Navi eingeben können. Mal schauen, was es da so gibt.

    Wir haben allerdings ein übergeordnetes Ziel, oder besser zwei Ziele. Wir werden versuchen, das Isselmeer zu umrunden. Das hat Juergen nämlich in den Achtzigern schon mal mit dem Fahrrad gemacht, mit zwei Freunden. Und daran erinnert er sich gerne.

    Und wir werden die Künstler und die Kunst vor Ort, in welcher Form auch immer suchen. Dazu haben wir uns entschlossen. Das ist es. Irgendetwas gibt es ja immer. Irgendetwas findet man ja immer. Und nette Menschen und erstaunliche Erlebnisse laufen uns auch immer über den Weg. Das sagt die Erfahrung. Wir vertrauen uns. Wir vertrauen darauf, dass man auch uns findet. Was ist schon Planung?

    Buchalov

  • nicht unbedingt

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    Ausstellungen sind nicht unbedingt Juergens Ding. Er teilt da die Auffassung von Einigen, vielleicht Wenigen: Zeit, die man auch anders verwenden kann – Energien, bei denen Aufwand und Ergebnis nicht so recht zueinanderpassen –  Buhlen um Teilhabe, teilweise unwürdig – Fremdbestimmtsein unter Ausstellungsbedingungen, die man nicht selbst bestimmt – die sozialen Medien lassen andere Ausstellungsformen zu. Und das sind nur einige wenige seiner Überlegungen. Er weiss, dass man trefflich darüber streiten kann.

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    Und jetzt dieses Ausstellung im Wasserturm in Geldern, Thema: „jedem seinen Platz“, (s. hier: >>> [ …] <<<) im Rahmen der „Kreis Klever Kulturtage“: wieso nimmt er daran teil?

    Die Antwort ist einfach: das Thema passt zu dem, was Juergen seit geraumer Zeit beschäftigt: OrtsMarken (s. hier: >>> [ … ] <<<).  Und es ist gut für die künstlerische Biografie. Und es bedeutet ein Minimum an Aufwand. Alles ist so unkompliziert. Punktum!

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