Ich lasse mal die Bilder sprechen. Hier einige fotografische Skizzen vor dem offiziellen Start des Arbeitsvorhabens:
Und hier fotografische Skizzen, die während des Projektes entstanden sind:
Buchalov
Notizen von Juergen Kuester und seiner Kunstfigur Buchalov
Ich lasse mal die Bilder sprechen. Hier einige fotografische Skizzen vor dem offiziellen Start des Arbeitsvorhabens:
Und hier fotografische Skizzen, die während des Projektes entstanden sind:
Buchalov
Es stimmt schon: Juergen geht bei seinem Projekt „Faltungen“ mit Absichten ins Atelier, nicht mit einem Plan. So auch heute. Die Absicht: was mir als erste Faltobjekt ins Auge springt wird in die Hand genommen. Es war der Papierflieger.
Vorsichtiges auswählen von Papieren, das Falten des Fliegers, zweimal, dann miteinander verkleben und danach zu anderen Grundformen wie der Hexentreppe, Himmel und Hölle, Schachtel , Dach und einer freien Streifenform wandern – dazwischen immer die fotografische Dokumentation und das Aufhängen an der Wand.
Die Oberfächen mit ihren Motiven waren ihm sehr wichtig. Da sollte nichts zerstört werden. Und er lernte: die Falte bricht die Fläche. Die Falte bricht das Motiv.
Ich habe Jürgen beobachtet: er vertraute auf den Zufall, er ließ sich Zeit. Und es ging so: zuerst kam die Figur, dann der Titel. Er sagte, dass ihm die „Schnürre, die Astronauten/Engel, das Rhizom und der Schatten als Zwilling“ thematisch im Kopf umhergewanderte seien. Aber es werde im weiteren Verlauf noch anders werden: erst komme das Thema, danach die Technik und das Objekt.
Buchalov
Er hat sich entschlossen da zu beginnen mit seinen Faltungen, wo er mit dieser Technik die ersten Kontakte hatte: in seiner Kindheit. Die Hexentreppe, Himmel und Hölle, ein Dach, die Ziehharmonika, den Flieger, das Lesezeichen und den Drachen hat er nachgefaltet mit Papier, das im Atelier herumlag. Und zwei freie Faltungen.
Wieder war da dieses sich Treibenlassen, dieses sich nicht genau an Faltanweisungen halten. Einige Arbeitsschritte waren im Gedächtnis verschüttet und mussten erst wieder frei gelegt werden. Aber: es wurde gefaltet, geklebt, gefaltet, geklebt, geschnitten und und und.
Danach wurde das Ganze im Ensemble fotografiert und anschließend dann einzeln und landete anschließend an der Atelier- Wand. Hier eine kleine Auswahl:
Erkenntnisse? Ja, die gäbe es auch: Die Oberflächen sind bedeutend, das Falten dient dem Zeigen der Oberfläche. Die Objekte sind und werden plastisch. Die kindliche Funktionalität der gefalteten Dinge weicht der neuen Funktion als Fläche für Motive. Das Ganze bekommt eine dekorative Funktion. Und auch der Zufall ist wieder im Spiel: Motiv und Kompostion sind als Ergebnis nicht exakt vorher planbar. Sie unterliegen einem Faltnetz. Flächen verkleinern sich. Und es entsteht eine Dominanz der neuen plastischen Form gegenüber der Fläche.
Buchalov