Schlagwort: contemporary

  • XYZ – Woche: der sechste Tag ist der mit der Routine!

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    Die Dinge sind auf den Weg gebracht, das Arbeiten hat feste Abläufe entwickelt: Dagmar und Juergen sind heute den sechsten Tag in der XYZ-Woche in Juergens Atelier in Geldern zusammen und versuchen, ihren Fundstücken auf die Spur zu kommen. Routinen halt! Routinen haben wohl etwas mit Sicherheiten zu tun. Aber eben auch nicht ganz!

    Während Dagmar ihre Collagen kleingearbeitet, Schriftversuche unternommen hat und weiterte Abwicklungen mit kaschierten Papier vornahm, beendete Juergen heute einige  Holzschnitte. Er hat nach dem Verfahren der verlorenen Platte gearbeitet. Das macht er gerne. Die Ergebnisse zeige ich morgen.

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    Dagmar verwendet ab und an den Begriff der „Komfortzone“. Sie meint wohl die Tatsache, dass man eigentlich vorhabe bei einem solchen Projekt mal was Neues zu probieren und dann doch in alte Muster verfalle, auf Nummer sicher gehe und alte Routinen abspule. Juergen hat sich auch dabei erwischt. Und er fragt sich dann, worin das Neue fuer ihn in der „XYZ -Woche“ bestehe. Stichworte sind: Abwickeln von Material und Motiven und die Rhizomtheorie konkret als Collage bzw. Assemblage zu begreifen: auch das ist neu.

    Ich kam hinzu als sie ein Gespräch über den Gehalt ihrer Werke führten und habe als Stichworte behalten: die Philosophie der OrtsMarke, die Kraft der Linie, die Kraft der Worte.

    Von da war der Weg nicht weit zu der Frage nach der Wertigkeit von Kunst, wann sie Bestand hat und was wohl gute oder schlechte Kunst sein könne und wann man mit seiner Kunst auf der Höhe der Zeit sei. Sie haben sich nicht in diesem Thema verbissen, sondern vieles offen gelassen – für morgen, denke ich.

    Buchalov

  • XYZ-Woche: der dritte Tag ist der mit der Hürde

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    Der dritte Tag heute bei der „XYZ-Woche“ war der mit der Hürde. Dagmar und Juergen arbeiten gemeinsam an diesemProjekt. Und ich bin der Chronist.

    Die Hürde, das war heute die Hitze und der Wunsch nach endgültigen Ergebnissen. Aber irgendwie ist es bei den Beiden noch zu früh dafür – scheint mir. Zufriedenheit stelle sich ja dann ein, so Juergen, wenn das, was man sich denke, und das, was das Ergebnis sei, zur Deckung gebracht werden könne. Dem war heute nicht ganz so. Aber er sei nahe dran gewesen, meinte er.

    Juergen hat aber das erste Motiv gedruckt- entstanden aus einem Fundstück, dass Dagmar mitgebracht hatte: der Rest eines Schneidebrettes. Aus vielen Versuchen sind ihm diese hier die Liebsten:

    Die Abrollungen sind Dagmars Punkt. Darin hat sie sich verbissen. Dagmar hat Pappe gerollt, gefaltet, durch die Presse gejagt, gehämmert und mit Oelfarbe eingerieben. Und als sie auf das Ergebnis von heute schaute, sagte sie: „Ich war in Schottland“.

    Und sie wird Montag zielstrebig, behutsam, energisch und zielorientiert daran weiterarbeiten. Jürgen ist da ja mit seinen Holzschnitten, wenn er das Holz bearbeitet und ihm mit den Beiteln im Raum fürs Grobe zu Leibe rückt, eher grob, direkt, laut, kraftvoll, aber ebenfalls zielorientiert.

    Buchalov

     

     

     

     

  • XYZ-Woche: der zweite Tag ist immer der, der nach dem Ersten folgt.

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    Also: eine Nacht drüber geschlafen und schon öffnet sich wieder der Prozess. Die „XYZ-Woche“ mit Dagmar geht in den zweiten Tag, weil der zweite Tag ja immer dem ersten folgt.

    Dagmar hat heute abgewickelt: sicherlich Vorstellungen zur Arbeit in ihrem Kopf, aber auch ganz konkret, indem sie Papiere faltete, mit Farbe versah, neu faltete , mit dem Hammer bearbeitete, neu rollte usw.. Sie hat zudem an einem Nachtschatten-fundstück gearbeitet und mit einer Collage begonnen.

    Juergen hat heute durch  beständiges Anschauen der Ergebnisse und deren Sortierung einen Weg zu finden, wohin sich seine Arbeit weiterentwickeln könne. Er nennt das Keimung und sucht dann den Keimling. Das ist die Stelle oder die Skizze, die ihn anspringt. Die Entscheidung fiel für das ausgerollte Papier des Treibsatzes – Thema: nach oben kommen – und fuer einen Skizze über eine Klebestelle am Treibsatz, der einem Gebirge oder Blatt ähnelt – Thema: OrtsMarke.

    Und dann waren da noch die Ritzspuren im Fundstück „Schneidebrett“ – Thema:Spuren/planlos. Von großer Hilfe war für Juergen der Besuch im Copyshop um die Ecke. Denn die Kopien klären auch immer etwas.

    Und dann wäre da noch der Zufall. Wenn man mit den Motiven und Kompositionen und Techniken spielt, was die Beiden ja tun, dann ist das Unvorhergesehene ständiger Begleiter. Aber nur ab und an trete er in Erscheinung. Manchmal ganz unauffällig. So Juergen. Das müsse man schon sehen. Sich sensibilisieren, für diesen Moment.

    Besuch gab es auch: „Hermann, der Vernetzer“ hat vorbeigeschaut, perfekt!

    Buchalov