Schlagwort: Reise

  • Marokko: unterwegs

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    Wenn Juergen und ich unterwegs sind und reisen, dann prasselt ja so einiges auf einen ein. So auch in den vergangenen Tagen in Marokko. Fotografisches hält man dann so manches fest, vieles geht einem auch durch die Lappen. Man redet, man beredet. Juergen ist so ein Typ, der immer versucht, irgendwie rote Fäden, Strukturen, Linien, Verbindungen zu entdecken. Das gibt ihm halt. Dann fühlt sich in der Fremde nicht verloren.

    Manchmal knuffe ich Juergen mit dem Ellbogen an, wenn er in den Gesprächen mit Mitreisenden, zu penetrant ist und redet und redet und fragt und fragt. Aber Juergen meint, das gehöre auch dazu, dieses sich mit anderen austauschen darüber, was gerade mit einem geschehe.

    Auf der letzten Fahrt hatte er eine Gesprächspartnerin in diesem Sinne, ebenfalls weitgereist, und noch immerzu auf der Suche nach dem, was uns ausmacht. Ich soll von hier aus Claudia herzliche Grüße senden.

    Buchalov

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    Er hat nicht ein Bild gezeichnet. Nicht ein Aquarell. keine Skizze. Kein Wort geschrieben. Nichts. Aber das sei alles nicht bedeutsam, sagte Juergen.

    Nur fotografiert habt er.  Und wir haben ein paar Ortsmarken eingesammelt. Juergen und ich waren nämlich zehn Tage in Marokko und haben uns auf einer Rundreise die Städte Agadir, Casablanca, Fees, Meknes und Marrakesch angeschaut. Jetzt sind wir zurück.

     

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    Und jetzt lassen wir wirken. Juergen hat begonnen seine Fotos herunterzuladen und skizziert aus dem Kopf heraus so einiges. Auch in den Gesprächen mir den Freunden und Bekannten kristallisieren sich so langsam fixe Punkte heraus. Das alles werde ihn sicher die nächsten Tage noch sehr beschäftigten. Meinte er.

    Buchalov

     

     

  • Tag 3

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    Am Morgen meinte Juergen noch, dass er sehr gespannt sei, was heute geschehen werde. Er und Nanni arbeiten jetzt schon gemeinsam den dritten Tag in seiner >>> „Zelle k5“ <<<   an ihrem gemeinsamen Projekt. Gestern sei er ja gefragt worden, was er denn da mache. Tja, meinte er, heute haben er noch einmal die Scherenschnitte geprüft, geprüft, ob sie seinen eigenen Ansprüchen genügen. Keiner sei durchgefallen.

    Dann habe er die Scherenschnittschnippsel in eine große Tüte gepackt und sich gefragt, ob er die auch, so wie Susanne, zu Gerda nach Griechenland schicken solle. Einfach so, absichtslos. Er habe sich noch nicht getraut.

    Und dann habe er Origami – Schachteln gebastelt, große und kleine, eckige und runde. Solche Schachteln tanzen ihm schon seit geraumer Zeit im Kopf umher. Was die Fahrt letztes Jahr zu den verschiedenen Orten mit ihm gemacht habe, das solle da hinein. Irgendwie. Nanni habe ihm von Bali erzählt von den kleinen Opferschalen aus Papier und Blättern, die sie da gesehen hatte und die da überall an den Straßenrändern oder sogar  auf den Amaturenbrettern der Autos liegen, als Opfergabe. Das habe ihn inspiriert. Und dann sei das nun der Anfang einer geplanten großen OrtsMarke als RaumMarke gewesen, in seinem Atelierraum, als kleine Installation. Morgen arbeite er daran weiter.

    Buchalov