„Ich freue mich, dass Sie gekommen sind. Darf ich Ihnen ein Glas Wein anbieten. Darf ich Ihnen Herrn Bürgermeister XY vorstellen. Diese Dinge sind aus Papier gemacht, auf eine ganz besondere Art. Nein, es geht mir nicht nur um die Technik. Es geht mir um Schönheit. Zeitlose Schönheit. Ich arbeite mit einer Literatin zusammen. Jedes Objekt ist ein Unikat. Bla, Bla, Bla…“
Frau R., meine Nachbarin – ich kann ihr keine Bitte abschlagen – hatte mich gebeten, sie zu einer Vernissage zu begleiten. Habe ich gemacht. Sie saß am Steuer, ich konnte etwas trinken.
Nach einer Stunde war ich dann soweit, dass ich die dekorativen Bilder, schön gemacht und aufwendig erstellt und mit Nummern versehen und mit Preisen, dass einem der Atem stockt, nicht mehr sehen konnte. Reine Dekoration eben.
Der dickbäuchige Fotograf, der die Galeristin und Künstlerin dann noch für sein Bild in der Montagsausgabe drapierte, gab mir den Rest. Wir sind gefahren.
Warum spricht mich das nicht an? Warum springt da nichts über? Was hat diese Kunst für eine Zielrichtung? Ist das wirkliche Kunst? Was hat das mit mir zu tun? Warum das Ganze? Ach ja, ich habe vergessen: Kunst ist auch Markt.
Buchalov

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