Druckerpresse

Juergen besitzt keine Druckerpresse. Alle Arbeiten werden mit dieser kleinen Rolle, einem polnischen Modell, erledigt.

Juergen meint, dass er bei seinen Drucken jeden Zentimeter des Blattes mit der Rolle erfühle und daher genau kenne. Mit steigender Auflage werde ihm jede Fläche des Druckstockes bis ins letzte Detail immer vertrauter. Die Beziehung werde ganz eng.

Buchalov

Kommentare

9 Antworten zu „Druckerpresse”.

    1. Avatar von juergenkuester

      Danke Tobias! Hast ja recht: die Rechtschreibung sollte stimmen. Also nicht Model, sondern Modell.
      Gruß Jürgen

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  1. Avatar von haushundhirschblog

    Völlig ausreichend, wenn man bedenkt, dass die schönsten japanischen Holzschnitte mit einem Löffel abgedruckt wurden …
    Gruß Dieter

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    1. Avatar von juergenkuester

      Genau! Aber anstrengend.
      Gruß Jürgen

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  2. Avatar von laurazeitlos

    Anstrengend sicherlich-aber das sorgt für eine gute Bindung ;).
    LG,Laura

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  3. Avatar von Samtmut

    Mich erinnert das – wenn auch etwas abwegig – an den Unterschied beim Erstellen eines Horoskops. Lasse ich den Computer rechnen, habe ich gleich darauf die fertige Zeichnung vor Augen. Wenn ich aber die Planetenstände selbst berechne und diese nach und nach ganz säuberlich eintrage, die Aspektlinien einzeichne, dann ist das bereits ein Prozess des Einfühlens, der durch nichts zu ersetzen ist. Mir geht es jetzt nicht um die Astrologie (darüber lässt sich ja streiten), sondern um die Vorzüge des Hand-Werks.

    Darüber hinaus hat mich die Rolle an meine Kindheit erinnert. Im Elternhaus gab es eine kleine Strickerei; und in der Küche wurden die Wollballen zur weiteren Verarbeitung auf die Holzspulen gespult. Das glatte Holz der Spulen… Gerade jetzt habe ich den Geruch wieder in der Nase. Na, was diese Rolle so alles ins Rollen bringt…

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    1. Avatar von juergenkuester

      Hallo Samtmut!
      Ich liebe am Handwerk das Haptische, das Sinnliche. Es hilft mir zu verstehen. Und ich bin eins mit dem Werk: ich fühle mich Ganzheitlich.
      Und dass die Rolle das Dich Prägende aus Deiner Kindheit in Teilen noch einmal in Deine Erinnerung zurückgerufen hat, finde ich richtig schön. Dafür alleine hat sich schon an diesem Tag der Blog gelohnt.
      Liebe Grüße Jürgen

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  4. Avatar von Kim

    Das erinnert mich an meine Kindheit, wo ich auch ein Bild pressen musste. Es ist das einzige Bild, das nach irgendwas aussah – es hängt heute noch in der Wohnung einer Freundin 🙂

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    1. Avatar von juergenkuester

      Hallo Kim!
      Ich finde toll, was so ein Gegenstand an Erinnerungen freisetzt. Darum geht es meiner Meinung nach u.a. in der Kunst: sich auf eine Reise begeben und sich wiederfinden in den Bildern. Wenn das gelingt, wie in Deinem Fall, freue ich mich. Auch wenn diese Erinnerung nicht ganz so positiv war, oder?
      LG Juergen

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