Meine Frau hat mir ein „iPad“ gekauft. Das teure Teil liegt nun auf meinem Aquarelltisch im Schlafzimmer, schaut mich an und will bedient werden. Ich soll damit was anfangen, sagt sie.
Auf dem „Ipad“ befindet sich ein Zeichenprogramm. Also wird probiert und experimentiert: ich lote die Möglichkeiten des Programmes aus, frage mich nach meinem Befinden im Prozess, wie fühlt sich der Stift an, wie reagiert das Material in meiner Hand, bekomme ich einen haptischen Bezug zur Oberfläche, dem Stift, dem Ergebnis.
Auch grundsätzliche Fragen stellen sich: ist das noch zeichnen? Kann jetzt jeder zeichnen? Finde ich trotz der Vorgaben durchs das Programm meinen eigenen Stil wieder? Wie gehe ich mit dem Verlust des Papieres um? Werde ich zu sehr in meiner Darstellung eingeschränkt? Wo bleibt die Individualität?
Dennoch: Erste Skizzen entstehen. Ich muss Boris und Jürgen davon erzählen!
Buchalov

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