Die Frage nach der Qualität des Gezeigten wird im Netz, so mein persönlicher Eindruck, wenig gestellt. Man lobt, zurecht, die gesehenen Bilder und Texte, sagt, ob einem dieses und jenes gefällt. Mehr nicht. Welche Maßstäbe sich hinter „gefällt mir“ befinden, bleibt offen.
Die direkte Frage nach der Qualität kommt nicht auf. Ist unser Kunstbegriff schon so offen, dass wir dies nicht mehr für nötig halten? Oder traut sich keiner von uns Bloggern diese Frage zu stellen, weil die Qualitätsfragen auch immer Fragen nach den Maßstäben der Bewertung sind und auch unbequeme Antworten beinhalten könnten? Die Benennung von Maßstäben kann ja auch eine Einengung des allgemeinen und eigenen Kunstbegriffes bedeuten. Sie ist zudem ganz schön schwierig.
Ich geh davon aus, dass jeder von uns vor der Veröffentlichung seiner Dinge im Netz eine“ innere“ Kontrolle eingebaut hat. Nach welchem Muster funktioniert die? Was sind da die Orientierungspunkte? Lasst uns drüber schreiben!

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