Frau R.

Frau R. ist eine ganz Liebe. Ich mag sie sehr. Frau R. ist Fotografin. Und liebt alles, was mit Stoffen und Papier zu tun hat. Sie wohnt in der Nachbarschaft.

Sie besucht mich bisweilen in der Garage und redet mit mir: über Fotografie und Textiles, über Familie und Menschen. Bisweilen blitzt in den Gesprächen ihre Sehnsucht auf, die Sehnsucht nach den Dingen hinter den Dingen und wie sie dem auf der Spur ist. Sie hat ein schlechtes Gewissen, weil sie sich zu wenig um ihre Fotografie kümmert. Sie habe ein Zeitproblem.

Ich aber sehe, dass sie auf dem Weg ist. Es ist die Sehnsucht.

Nach den Gesprächen habe ich manchmal den Eindruck, dass ich zuviel von der Maschine und über die Maschine erzählt habe. Beim nächsten male werde ich mehr zuhören und weniger reden.

Heute Vormittag, ich hatte frei, war sie bei mir in der Garage.  Sie hat mir ganz viel Papier, Aquarellpapier, Papier für Ölarbeiten und Skizzenpapier, geschenkt – für meine Malecke im Schlafzimmer.

Ich war etwas verlegen.

Buchalov

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