Bademantelkommentar #1

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Ich habe noch nie davon erzählt und nichts dazu geschrieben. Aber manchmal, wenn ich Juergen zuhause abhole, um ihn ins Atelier zu bringen, Juergen läßt sich gerne fahren, dann begrüßt er mich im Bademantel. Er ist dann noch nicht reisefertig. Und wir trinken dann noch einen Morgenkaffee zusammen und Juergen sondert dann seine Kommentare ab.

Heute: „ich erkläre hiermit „Inszenierung“ zum Wort der Woche. Weil Verpackung mittlerweile scheinbar mehr zählt als Inhalt!“

Buchalov

13 Gedanken zu „Bademantelkommentar #1

    • Tja lieber Martin, solch eine Doppeltolle als Juergen und Buchalov bietet einige Vorteile. U.a. bin ich der, der das Auto fährt und gleichzeitig bin ich der, der gefahren wird. Das volle Programm hält.
      Liebe Grüße, schönes Wochenende
      Juergen

  1. “Presentation more important than content” it’s a concept I try to get through to my students going for oral examinations – try to look nice, present yourself professionally, smile, and so on. It counts for a nice little extra bonus in marks.

  2. Ich denke an „Bademanteltage“ und Kleider machen Leute, aber hej, das hat noch nie wirklich funktioniert (letzteres, ersteres kann ab und an richtig wohltuend sein)

  3. Hallo Juergen,
    die MachArt-Künstler haben einmal eine Ausstellung zum Thema Inszenierung im Foyer eines Theaters gemacht. Das hatte mit Auftritt, rotem Samt, Masken, Bewegung, Mimik und Gestik zu tun. Eben mit Theater und Schauspiel. Andere Umgebung — schon denkt man anders über das gleiche Wort.
    Grüße
    Antje

    • Liebe Antje!
      Schön, von Dir zu hören. Das freut mich.
      Inszenierung und Theater gehören ja mehr als eng zusammen und transportieren so inhaltlich wichtige Inhalte – bewusst und gezielt. Und in diesem Zusammenhang ist das auch gut so und wir wissen darum.
      Allgemein ist aber meiner Meinung nach eine Tendenz erkennbar, die der Inszenierung Priorität gibt und die Inhalte dabei oft auch bewusst in den Hintergrund treten läßt.
      Schönes Wochenende wünsche ich Dir, Gruß
      Juergen

  4. Inszenierung war schon immer wichtig. Schlecht gehängte Ausstellungen verderben mir oft den Spaß an Bildern. Gut gehängte Ausstellungen vermitteln neue Einblicke & Erkenntnisse, neue Zusammenhänge – auch inhaltliche. Bilder wirken unterschiedlich an unterschiedlichen Orten. Bilder brauchen gelegentlich bestimmte Nachbarn, um überhaupt zur Geltung zu kommen. Manchmal hängen Bilder auch nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Alles eine Frage der Inszenierung. Man darf das nicht vernachlässigen.

    Natürlich gibt es Verpackungen, die den Inhalt gewichtiger, wertvoller machen wollen. Mehr Schein als sein. Eine Mücke zum Elefanten machen. Aber das ist die Aufgabe von uns allen: die Spreu vom Weizen zu trennen. Gilt sowohl in der Kunst als auch in der Politik. Oder fürs Essen. Das Auge isst mit. Gilt für alles, fürs ganze Leben.

    • Lieber Armin!
      Dem gibt es nicht hinzuzufügen. Stimmt!
      Den Hinweis auf die eigenen Möglichkeiten eines bewussten Umgangs mit der Vielzahl an gewünschten und ungewünschten Inszenierungen nehme ich mit auf den Weg. Denn es zeigt mir, dass auch Du einem bestimmten Menschenbild nachfolgst: dem des vom Bewußtsein geprägten Menschen, der zu bewußten Entscheidungen fähig ist. Eine solche Denkweise ist ja auch nicht mehr alltäglich.
      Liebe Grüße Juergen

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