Einen Nusstriezel hatte Juergen gebacken. Und der lag am Sonntagnachmittag beim „Buchalovs Salon“ erst einmal einsam und verlassen auf dem Tisch. Erst einmal.
Und Juergen hatte schon befürchtet, nach den vielen Absagen im Vorfeld, so sagte er mir, dass er auch so einsam und verlassen am Tisch sitzen würde. Er gab im Gespräch mit mir schon zu, dass er gefrustet gewesen sei, weil viele auf seine persönliche Einladung gar nicht geantwortet hatten – was für ein Stil? – und viele mit den diversesten Begründungen abgesagten. Er habe sich daher schon gefragt, ob das überhaupt Sinn mache, zu einem Salon zu laden. Sei ja auch irgendwie aus der Zeit gefallen, solch ein Vorhaben. Andererseits sehe er aber nicht ein, warum er den Gedanken, den er für richtig halte, aufgeben solle: reales Leben hat so viele Facetten und eine ist das Kaffeetrinken, und erzählen, sich austauschen und Eigenes zeigen und besprechen.
Vielleicht haben die vielen Absagen auch mit der Örtlichkeit zu tun. Oder mit ihm als Person. Aber was solls, zu beidem gibt es keine Alternative.
Doch nach und nach kamen dann doch noch ein paar der alten Freunde zum Salon. Der harte Kern eben. Ihnen soll ich danken! Tue ich hiermit.
Buchalov

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