nur ein Exemplar

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Das ist ihm schon oft passiert: der erste Abzug eines Druckes springt ihn an und gefällt ihm sehr. So richtig.  Obwohl es der erste Druckdurchgang ist und noch einige folgen werden, hat Juergen sehr oft das Gefühl, dass sogar dieses einzelne Blatt, das erst am Anfang der Entstehung steht, schon eigenständig ist. Weil es so herrlich reduziert ist, wahrscheinlich. Und so klar. Er druckt dann immer ein Exemplar mehr und legt es beiseite.

Da er nach dem Prinzip der verlorenen Platte arbeitet, wird im nächsten Schritt die Platte zwangsläufig zerstört, verändert. Und es bleibt nichts außer diesem einen zusätzlichen Exemplar, das er angelegt hat.

Buchalov

P.S. Er könne doch, habe ich ihm geraten, mit mehreren Platten arbeiten. Das ist zwar mehr Arbeit, aber die Platten blieben erhalten. Aber das möchte er nicht, sagt er. Er sei einfach zu „bequem“. Das sei ihm zu viel Arbeit.

Kommentare

6 Antworten zu „nur ein Exemplar”.

  1. Avatar von gkazakou

    Ausdruck – zerstören – weiterschaffen — mir gefällts.

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  2. Avatar von bilderbogenblog

    das Prinzip liebe ich auch. der prozess ist das Ergebnis. Viel Spass noch!

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    1. Avatar von juergenkuester

      Da nie, Danke! Liebe Grüße

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    2. Avatar von juergenkuester

      Ja, auch der Prozess ist das Ergebnis, stimmt.
      Das aber habe ich hier nicht gemeint. Die Zwischenergebnisse im Herstellungsprozess sind bisweilen schon von einer solchen Eigenständigkeit, dass sie mehr sind als ein Zwischenschritt – so meine Denke.
      Vielen Dank für Deinen Kommentar, Liebe Grüße
      Juergen

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  3. Avatar von kopfundgestalt

    Ich bin mit Jürgen! Wieso alles erhalten wollen?!
    Das nächste Schöne kommt um die Ecke.

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    1. Avatar von juergenkuester

      Das finde ich auch, Liebe Grüße

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