über Engel

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Es gab eine Tasse Kaffee, den Tisch, an den wir uns gesetzt haben, einen knappen „Guten- Morgen- Gruß“ und Juergen begann zu philosophieren. Über Engel.

Juergen meinte, dass es nicht von der Hand zu weisen sei, dass unsere Moderne durch Rationalisierung und den Glauben an die Technik und durch den Glauben an stetes Wachstum geprägt sei. Und dass diese Sichtweise Grenzen erfahre. Die Welt sei nicht nur über die Vernunft, sondern auch über Imagination und Emotion erfahrbar.

Ob ich dem zustimme. Ich habe genickt.

Wenn dies Konsens sei, dann gäbe es Bereiche des Lebens, die nicht mit dem Verstand zu fassen seien, sondern auf anderem Wege erfahren werden könnten. Es existierte nicht nur eine sichtbare Welt, sondern auch eine Welt der Ahnung, der emotionalen Wahrnehmung, des Fühlens.

Ob ich auch dem zustimme. Ich habe wieder genickt.

Bisweilen würden wir erfahren, dass es in der Ganzheit unseres Seins auch diese Seite gäbe. Wir nähmen sie wahr. Unsere Wahrnehmung aber sei subjektiv. Sie lasse uns Dinge wahrnehmen, so wie sie seien, aber auch so, wie wir sie uns erhofften oder erwarteten. Daraus entstünden Unsicherheiten über die wahre Existenz dieser Welt des Imaginären und zur weiteren Legitimation trätte an die Stelle der Wahrnehmung dann der der Glaube.

„Und stimmst Du zu?“ Ich habe bejaht.

In der Kombination mit dem Glauben meine dann der Mensch, dass es direkte, auch kausale, zielgerichtete Wechselwirkungen zwischen diesen verschiedenen Bereichen einer Welt gäbe. Zum Beispiel glaube er dann an Geistwesen wie Engel, die gezielt auf das Leben des Menschen wirken könnten.

Ich stimmte wieder zu.

Und hier sei dann erst einmal seine persönliche Grenze erreicht, sagte Juergen.

Ich bin gespannt wie es weitergeht.

Buchalov

8 Gedanken zu „über Engel

  1. Tja, dann ist ja dringend Grenzerweiterung angesagt, Jürgen! Was meinst Du Buchalov? 🙂
    Es gibt nämlich Menschen, die glauben nicht nur, sondern sie sehen auch diese Engel und kommunizieren mit ihnen – sogenanntes Medium – und davon lerne ich gerade immer mehr kennen. Liegt vielleicht an der Zeitenwende? Und interessanterweise gibt es darüber von ganz unterschiedlichen Menschen Bücher! Komisch, wo die doch nicht in einer Glaubensgemeinschaft sich treffen, wo immer das Gleiche Unglaubliche (Hostie als Leib, Wein als Blut, Zölibat sei normal und menschlich…) gepredigt wird.
    Bin gespannt, wo´s Dich noch hinführt, Jürgen! Weiter so!

    • Hallo Barbara!
      Schön, von Dir zu hören.
      Aber Grenzerweiterung ist das nicht, was ich da betreibe. Es geht um Erkenntnis, um Wissen, um Beseitigung von intellektuellen Unsicherheiten.
      Was die Existenz von Engeln und sogenannten Medien anbelangt, bin ich mehr als kritisch. Ich sehe, dass da von vielerlei Annahmen ausgegangen wird, die ich so nicht nachvollziehen kann.
      Erste Annahme: es gibt Geistwesen. Aus der Tatsache, dass es neben dem rationalen auch einen spirituellen Lebensbereich gibt, kann man meiner Meinung nach noch lange nicht schließen, dass es Geistwesen gibt. Wesen bedeutet Sein. Sein bedeutet existent. Existent ist die Idee eines Engels, seine Symbolhaftigkeit.
      Zweite Annahme: Geistwesen wollen mit uns kommunizieren. Auch wenn es sie geben würde, woher wissen wir denn, dass dies in ihrem Interesse liegt?
      Dritte Annahme: Es gibt Menschen, die in der Lage sind mit Geistwesen zu kommunizieren. Wie ist das den objektiv darstellbar ohne im reinen Subjetivismus zu versinken?
      Ich habe da also große Zweifel und die Beschäftigung mit dem Thema Engel führt bei mir eher in die Richtung nach der Frage der Ganzheitlichkeit unserer Existenz, nach dem Wesen der Dinge und der Symbolhaftigkeit unserer Äußerungen und der Frage der Wahrnehmung.

      Alles Gute, bis bald
      liebe Grüße Juergen

  2. Die immer anderen Durchblicke durch dieselben Lücken gefallen mir.
    Was wir glauben hat, so denke ich, auch oft mit „nicht Wissen“ zu tun. Je weniger wir wissen, um so mehr glauben wir.

    • Tja, liebe Susanne, dass sehe ich auch so. An die Stelle des Nichtwissens wird bisweilen der Glaube gesetzt und damit wird eine Sache auch schnell der Dialogfähigkeit entzogen. Denn was soll man gegen Glaubensaspekte und Glaubensargumente rational ins Feld führen?
      Schönen Restsonntag
      Juergen

  3. Hi “ Buchalov “ !

    Bin auch gespannt, wie es weiter. Schöner Text ! NATÜRLICH AUCH DIE engel !

    Gruss, dein lichtbildwerfer

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