künftig/bald/nach vorne #4: Faltungen

Es ist Zeit für einen weiteren Blick nach vorne. Die Einschränkungen der Pandemie wirkten sich offenbar positiv auf Jürgens Projekt “künftig/bald/nach vorne” aus: im geschützten Raum des Ateliers kann er die Dinge ohne großen Einfluss von außen vorantreiben, die er schon immer angehen wollte, und die für ihn eine Perspektive haben. Und die Faltungen als Thema beginnen sich ihm nun zu nähern, denn er sucht schon im Atelier nach alten Ergebnissen, fotografiert fleißig und sucht im Internet nach Anregungen.

Falten, entfalten, knicken: Faltung: was ist das? Ist dies eine für Jürgen zukünftig zu nutzende Technik? Ist das Basic so wie die Linie oder der Punkt oder die Transformation oder das Wasser? Es wird Zeit da einiges zu klären! Das Thema scheint wichtig zu sein, denn schon seit Jahren tauchen in Jürgens Werk vereinzelt Faltarbeiten auf, von denen er, so sagt er, nicht genau wisse, was das eigentlich solle. Scheinbar gebe es da eine Faszination und ein verzagtes Umsetzen von Ansätzen. Wenn ein Thema jetzt nach vorne weise, dann sei es das „der Faltung“.

Also hat er sich wieder einige Fragen gestellt, hat Handlungsanweisungen zu ihrer möglichen Beantwortung entwickelt und will in den nächsten Tagen mit diesem Thema im Atelier starten. Wer teilnehmen möchte ist dazu herzlich eingeladen. Jürgen würde sich sehr freuen.

Buchalov

9 Gedanken zu „künftig/bald/nach vorne #4: Faltungen

  1. Spannend. Mir scheint, es sei eine Übergangsform von der Fläche zum Körper. Unentschieden ist noch, was außen, was innen sei. aber das Objekt wirft bereits Schatten. Amuth von Pflanzwas hatte da kürzlich Ähnliches ausprobiert.

    • Hallo Gerda!
      In Zeiten der Pandemie benötigt man Themen, die nach vorne weisen, damit man sich nicht im Hier und Jetzt grübelnd verliert, sondern nach vorne schaut. Die Faltungen scheinen mir dabei etwas wirklich wichtiges zu sein, Basics sozusagen, dass ich bisher nicht ganz bewußt in den Blick genommen habe. Das soll sich ändern. Das Ganze führt in bildhauerische Bereiche, glaube ich. Aus den zweidimensionalen Flächen der Holzschnitte soll etwas Dreidimensionales werden. Und die Schatten, ja, die liefern dazu erste Beiträge.
      Liebe Grüße Jürgen

  2. Einschränkungen verweisen uns auf unsere Grundlagen, das empfinde ich immer als wohltuend ( auch wenn ich nicht gerade eine Pandemie als Anlass haben muss). Die Konzentration auf das Einfache bringt so viel Ruhe in das Denken und die Arbeit, wenn man das zulassen kann.
    Ob sich meine Wege mit deinen in Sachen Faltung kreuzen werden, weiß ich zwar nicht, werde aber deine Überlegungen und Ergebnisse mit großem Interesse verfolgen.
    Viel Freude am Dasein als Falter wünsche ich dir.
    Ule

  3. Aha, hier kommen deine Faltenarbeiten. Ich bin gespannt! Das Objekt auf dem zweiten Bild finde ich sehr interessant in seiner Wirkung. Ich versuche mich immer noch an der Plastizität der (Ahorn-) Blätter, bin aber noch nicht richtig weitergekommen. Vielleicht muß ich zu anderen Materialien greifen, vielleicht Gips (hab da noch alte Bestände 😉 Das Thema beschäftigt mich noch, wenn wahrscheinlich auch anders als dich.

    • Ja, jetzt kommt das Falten. Momentan bin ich noch bei der Wiederholung von Faltarbeiten, die ich als Kind gefertigt habe und versuche und tüftle und übergebe mich dem Zufall. Ich merke, dass bildhauerische Fragen bedeutsam werden. Bin gespannt, wo ich landen werde.
      Liebe Grüße
      P.s. der Wintereinbruch ist ja für die Pflanzen eine echte Herausforderung. Bin gespannt, was ich in den nächsten Tagen im Garten und in Wald so vorfinden werde.

      • Hast du tatsächlich noch alte Kindheitsbasteleien oder meinst du solche Modelle, wie man sie in der Kindheit gemacht hat. Da kindlich-spielerisch ranzugehen finde ich auf jeden Fall eine gute Idee, so wie mit der Fotografie und der Linse neulich.
        Ja, manche kommen klar mit der Kälte, andere nicht. Solange die Fröste nicht zu dolle werden, wird das meiste wohl überstehen.

      • Ja, mein altes Kindergartenabschlussbastelheft besitze ich noch. Der Rest muss aus der Erinnerung ausgegraben werden. Liebe Grüße

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