Gibt es ein Konzept? Eine Haltung?

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Gibt es ein Konzept? Eine Haltung? Einen Plan? Eine Methode? Die Ahnung eines Vorgehens? Oder arbeitet man nur so vor sich hin? Wie wirken die Dinge um uns herum auf uns, wenn ich kein gesellschaftliches Neutrum bin. Juergen hat so seine Phasen. Und dann geht es um diese Fragen, die, die ihn und seine Kunst und die Verortung in der Welt betreffen.

Christel und Ilona von der „Künstlergemeinschaft Alpen“ waren schon vor längerer Zeit zu Gast in seinem Atelier und schon war man mitten in diesem Thema, genau in diesem Thema. Und auch mit seiner neuen Atelier Nachbarin hat er jetzt schon des Öfteren darüber geredet.

Juergen zählt ja zu den Vertretern, die dem Zufall im Arbeitsprozess vertrauen. Ja, er ist geradezu gespannt wie ein Flitzebogen auf zufällige Ergebnisse. Manchmal provoziert er sie sogar. Vielleicht auch als Gegengewicht zu dem vernunftbetonten und eher gleichmäßigen Arbeiten in seiner Kunst. Das gibt es nämlich auch. Juergen meint sogar, dass der Zufall in die Prozesse des Lebens und der Maschinen insbesondere der künstlichen Intelligenz als fester Bestandteil eingebaut sein müsste.

Aber dennoch vertraut er ebenso dem Prinzip des methodischen Vorgehens – manchmal auch, um den Zufall zu provozieren.

Buchalov

 

7 Gedanken zu „Gibt es ein Konzept? Eine Haltung?

  1. Lieber Jürgen,
    darüber lässt sich gut philosophieren, aber lieber mündlich als schriftlich!
    Kurz aber kann ich sagen: sowohl-als-auch, mal sehr methodisch, um Spezielles darzustellen, dann wieder spielerisch, und die dritte Ebene ist beides zusammen und die mag ich sehr.
    Herzliche Grüße
    Ulli

    • Liebe Ulli!
      Natürlich ist solch ein Thema ein Großes. Und ein Strukturelles. Und ein Individuelles. Und wahrscheinlich eins, über das man tatsächlich gut philosophieren kann.
      Es freut mich, dass es einen Nerv bei Dir trifft.
      Liebe Grüße
      Juergen

  2. Das klingt zwar zunächst paradox, fügt sich für mich aber durchaus zu sinnvollem Vorgehen: systematisch den Zufall fördern, sich daran zu freuen, wie viel Überraschendes in uns steckt.
    Was bei dir dabei für Arbeiten entstehen, wirkt jedenfalls überzeugend auf mich.

  3. Lieber Jürgen, gute Fragen sind das. Neulich war ich im Konzert einer Komponistin, die sich selbst als Kontrollfreak bezeichnet. Für eines ihrer akribisch notierten Werke – ein Streichquartett – hat sie die Spieler angewiesen, die Saiten ihrer Instrumente zu verstimmen (herunterzustimmen). Die so entstehende geringere Saitenspannung führt dazu, dass die Intonation unsauber wird – auf eine nicht zu kontrollierende Weise unsauber. In dieser Komposition kommt also beides zusammen, die Überlegtheit und der wohlüberlegte Zufall. Ich halte das für ein fruchtbares Konzept. Sich austricksen: sich treu bleiben.

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