Manchmal sei er zu schnell, meinte Juergen selbstkritisch. Nicht bei der Arbeit selbst, aber bei der Entscheidung über die Frage, ob es nun fertig sei, ob das Gedachte und Getane trage. Er müsse mehr Sorgfalt bei der Prüfung der Ergebnisse an den Tag legen. Er sei bisweilen zu oberflächlich, meinte er.
Ich fragte ihn, wo denn dieses Ansinnen herkomme. Juergen erzählte mir von Peter Freitag, dessen Atelier er in Berlin besucht habe und der im Gespräch deutlich machte, wie er stets prüfe, wäge, nachdenke, und dabei in sich hineinhorche, ob das Ergebnis mit dem, was er so tief innen denke und fühle vereinbar sei. Ob es mit seinem Koordinatensystem und seinem Konzept im Einklang sei. Und dann sei in der Regel das Ergebnis auch wirklich gut. Zumindest nach außen selbstbewusst vertretbar.
Buchalov

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