Hoogen Dyck notes | Selbstkritisches

Manchmal kommen Zweifel. Manchmal, so Jürgen, frage er sich ja, ob das eigentlich Sinn mache, was er da mache. Und ob die Form stimme. Und ob das die Anderen interessiere?

Da berichte man über den Hoogen Dyck, über einen Wirtschaftsweg am Niederrhein, darüber, was man da so erlebe, was man da sehe, was man kreativ schaffe, was einen so bewege und man wisse, dass es für einen selbst schon eine Bedeutung habe. Aber darüber hinaus? Interessiert Euch eigentlich das, was ich da schreibe und zeige? Ist das zu penetrant? Zu didaktisch? Zu selbst verliebt? Zu sehr erklärend? Oder findet das Euer Interesse?

Buchalov

17 Gedanken zu „Hoogen Dyck notes | Selbstkritisches

  1. Warum sonst sollte ich mir deinen Blog sonst ansehen und deine Gedankenäußerungen lesen?
    Ich kenne wohl diese Art Zweifel auch, die wachsen, wenn es keine oder kaum Antworten aus der Leserschaft gibt, kann also deine Fragen verstehen. Aber nicht immer reicht im Alltag die Zeit/ Kopffreiheit, um auf deine oft tiefgehenden Beiträge angemessen zu reagieren.

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    • Liebe Ule!
      Vielen Dank für Deinen Kommentar und die moralische Unterstützung.
      Es ist nicht die fehlende Resonanz aus der Leserschaft, die mich umtreibt. Mit der bin ich sogar sehr zufrieden.
      Nein, es geht einmal darum, sich ab und an auch mal selbstkritisch zu befragen, ob man sich da auf dem richtigen Weg befindet. Und konkret war es in diesem Falle so, dass ich von einem Leser mit einer massiven Kritik an den Inhalten und der Form meines Blogs konfrontiert wurde, die mich nachdenklich gestimmt hat.
      Ich freue mich immer, wenn Du auf meinem Blog Deine Spuren hinterlässt.
      Liebe Grüße
      Jürgen

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      • Leserkritik, die sich die Mühe macht, sachlich ans Eingemachte zu gehen, finde ich sehr belebend. Sie bedeutet meistens eine tiefere Auseinandersetzung des Kritikers/der Kritikerin mit unserem Tun und zeigt schon dadurch trotz allem Wertschätzung. Wahrscheinlich ist sie genauso wichtig für uns wie Ermutigung und Lob.
        Fragen, die auf diesem Boden wachsen, sind meistens schon verborgen in uns angelegt, so erlebe ich das jedenfalls. Du als Meister der Fragen wirst auch die Früchte ernten, die daraus wachsen.

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  2. Lieber Jürgen,
    Selbstkritisches?
    Ich bewundere an Dir neben Deiner reflektierenden und Projekt orientierten Arbeitsweise, die zugleich immer Austausch und Kooperation sucht, die Disziplin und Beharrlichkeit, mit der du diesen Blog führst, in all dem bist du mir Vorbild, manchmal auch Inspiration.
    Selbstzweifel liegen gerade in er Luft, das ist mein Eindruck aus Gesprächen der letzten Tage, zugespitzt auf die Frage, wen interessiert das, ob ich bin? Das beschränkt sich nicht auf Künstler, sondern durchaus auch auf Menschen aus anderen Sparten z.B. sozialen Berufen, und so vernetzt, dass mir die Frage absurd anmutet.
    Ich finde dieses Thema nicht überraschend, sondern eine Reaktion auf die erzwungene Zurückgezogen- und Selbstbezogenheit der letzten Monate. Vielleicht ist dir das Phänomen bekannt, dass besonders viele Menschen am 3. Urlaubstag erkranken, das hat etwas mit der dann einsetzenden körperlichen Entspannung zu tun. Ich denke, das lässt sich auch auf psychisches übertragen. Während Krisen und Notzeiten z.B nimmt die Zahl der Neuerkrankungen an schweren psychischen Erkrankungen erst einmal ab. Wir schalten dann in einen Durchhalte- und Funktionsmodus. Vermutlich kommen dann, wenn eine Entspannung der Lage einsetzt, all die Fragen und Themen hoch und beschäftigen uns , die wir in diesem Funktionsmodus ausgeblendet haben, uns nicht zu stellen gewagt haben. Das sind archaische Stressreaktionsmuster, die wir nicht wirklich bewusst und willentlich steuern können.
    Vielleicht ist es auch für viele gar nicht so einfach, sozial wieder anzuknüpfen, das schreit nach einer Standortbestimmung, die zumindest bei mir nicht gerade positiv ausfällt.

    Ich lese deinen Blog gerne, versuche aus deiner Arbeitsweise zu lernen und würde etwas vermissen…
    LG Eva Z.

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    • Liebe Eva!
      Erst einmal vielen Dank für die Blumen. Das tut gut und hilft.
      Das Selbstkritische ist bei mir kein aktuelles Phänomen, das auch, aber ich bemühe mich immer wieder doch auf Abstand zu mir selbst zu gehen, um zu schauen, was ich da eigentlich anstelle. Im aktuellen Fall hat mich eine massive Kritik eines Kommentators dazu veranlasst noch einmal innezuhalten und zu schauen, ob ich in letzter Zeit zu viel, zu persönlich, zu ichbezogen gebloggt habe.
      Dass Du dies in den größeren gesellschaftlichen Zusammenhang stellst und die pandemischen Auswirkungen mit einbeziehst, finde ich sehr interessant. Den Aspekt hatte ich bisher nicht auf dem Schirm. Aber ich glaube, das ist etwas dran. Ich werde drüber nachdenken.
      Dein Kommentar hat mir weitergeholfen, Dank dafür.
      Bis bald, Liebe Grüße
      Jürgen
      P.S.
      Es gilt übrigens auch für mich in Deine Richtung: ich lese gerne, was Du schreibst, ich sehe gerne,was Du machst, es interessiert mich und es inspiriert mich.

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  3. Frage: Gibt es denn einen richtigen Weg? Wenn jemand einen blog liest und kommentiert (auch und gerade kritisch) wird er/sie wohl etwas daran finden. Und sogar, wenn jemandem gar nicht gefällt, was er/sie da sieht und er/sie trotzdem weiter liest, so ist das doch auch eine interessante Reaktion …

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  4. Lieber Jürgen (ich habe jetzt mal die vorherigen Kommentare nicht gelesen),
    damit ich deine Fragen beantworten kann, habe ich nun ein paar Beiträge zum Thema nachgelesen. Ich finde es sehr spannend, wie du Orte umkreist, wie du sie in dich aufnimmst, zu dir nimmest, wie du sie schilderst. Ich sehe und lese nichts Selbstbezogenes und schon gar nicht Langweiliges.
    Du hast das auf deinen Reisen ja auch immer wieder gemacht und das hier finde ich genauso spannend. Jeder Ort hat seinen eigenen Reiz, ist eigene Beobachtungen und Ortsmarken wert. Ich kann nur sagen: weiter so!
    Herzliche Grüße
    Ulli

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  5. Ich finde deinen Blog ebenfalls höchst ansprechend und oft inspirierend. Natürlich gibt es Themen, die einen mehr interessieren als andere. Das ist ja überall so, aber insgesamt finde ich deine Art zu arbeiten, deine Herangehensweise, sehr ansprechend. Ich finde deine persönliche Art, Dinge aufzugreifen, bewundernswert. Es ist so anders, als vieles, was ich sonst so kenne. Deshalb jetzt der Übergang zum Wort selbstbezogen. Ich würde sagen, daß kann man unterschiedlich werten, denn bei dir SELBST fängt doch alles an, du bist der Ausgangspunkt, deine Art zu sehen und wahrzunehmen. Kann es da ein zu viel geben? Allerdings gerade du bist jemand, der so viel über den Tellerrand guckt, so viele Kooperationen macht und sich austauscht, daß ich von zu viel Ich-Bezogenheit nichts erkennen kann 🙂 Das habe ich bei deinem Blog auch noch nie so empfunden. Was Ule schreibt, daß solche Fragen oft schon in uns angelegt sind, denke ich auch, und dann kommt von außen etwas, was diese Frage berührt. So kommt man ins Denken, was und welcher Weg richtig ist und daß hat ja auch seinen Wert. LG Almuth

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    • Liebe Almuth!
      Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
      Wenn die Dinge, die man macht, authentisch sein sollen, dann müssen sie auf das eigene Selbst bezogen sein. Das stimmt schon. Aber auch davon kann es ein Zuviel geben.
      Dein Hinweis auf den collaborativen Aspekt meine Tuns lasse ich mir noch einmal durch den Kopf gehen. Da ist sicherlich etwas dran.
      Was das Bloggen anbelangt habe ich mich entschlossen nicht mehr täglich zu veröffentlichen, und auch die Texte insgesamt etwas straffer anzulegen. Da muss nicht alles bis ins kleinste Detail dargestellt und beschrieben werden. Dem Leser sollte da auch ein interpretativer Freiraum zugestanden werden.
      Authentisch soll es aber bleiben und von daher bleibt die literarische Konstruktion bestehen in der Form, dass Buchalov über Juergen berichtet. Das hilft mir, selbst in Distanz zu mir zu treten und selbstkritisch die Dinge zu betrachten.
      Nochmals Dank für Deine Lieben und unterstützenden Worte, Liebe Grüße, bis bald
      Jürgen

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      • Ich finde die Texte völlig in Ordnung, aber gut, manchmal ist es Zeit für Veränderung. Eigentlich ging mir das vor einiger Zeit mit meinem Blog auch so, aber dann ist doch erst mal alles so geblieben.
        Deine Buchalov-Idee ist toll und ein fantastisches Stilmittel, daß ich bei dir auch nicht missen möchte. Gut, daß du das behälst. Na, mal sehen, wohin die Reise jetzt geht. Liebe Grüße
        Almuth

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