Der Eine so, der Andere so. Juergen jedenfalls war sehr angetan vom Akademierundgang in Düsseldorf. Aber im Atelier gab es auch andere Stimmen, die mehr als enttäuscht waren als sie darüber sprachen.
Juergen meinte, dass er seine Eindrücke mit denen vom Rundgang in Münster dieses Jahr verglichen habe, und dass bei ihm auch die Ergebnisse der letzten Jahre in Düsseldorf eine große Rolle spielen würden. Und die seien wirklich nicht toll gewesen.
Die „Baumarktbildhauerei“ habe er jetzt nur noch sporadisch gesehen, die Materialien seien „edler“ geworden und die gezeigte Formenvielfalt habe ihm schon mehr zugesagt. Und die technische Perfektion sei wieder deutlich erkennbar gewesen.
Auch die Malerei habe ihn stärker angesprungen, was in Münster nicht der Fall gewesen sei. Insbesondere die Brandl-Klasse und die von Anzinger seien in Düsseldorf für ihn schon mit Wucht dahergekommen.
Und die Fotografie sei tot. Da gebe es keinen Zweifel. Wo früher die Fotografen ihre Werke zeigten, schaue man, so Juergen, jetzt in leere Räume.
Überhaupt sei – wie in Münster – eine deutlich große Sorgfalt zu spüren, wenn es um die Präsentation der Werke gehe. Das habe ihn auch in Düsseldorf sehr überzeugt und es war inspirierend.
Und was ihn besonders gefreut habe: an dieser und jener Stelle seien Holzschnitte aufgetaucht. Diese Technik, die er so liebe, finde offenbar ab und an doch wieder Interesse bei den Studierenden. Das gebe Hoffnung.
Ansonsten bat er mich, die Bilder sprechen zu lassen.
Buchalov

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