Während Juergen im Atelier „Zelle k5“ sein Sockelproblem zu lösen versuchte – dazu in den nächsten Tagen mehr – schaute ich ihm über die Schulter. „Hermann der Vernetzer“ stand neben uns. Aus heiterem Himmel, ich weiß nicht wieso und warum, waren beide plötzlich beim Thema „Handlung und Wirkung“.
Und Juergen erzählte davon, dass er heute morgen beim Zahnarzt während der Behandlung die leere Wand gegenüber dem Behandlungsstuhl angeschaut habe, dass da immer ein Bild gewesen sei, und dass ihn jetzt diese Wand vollkommen leer und weiß angeschaut habe. Früher habe das dort vorhandene Bild, eine Druckgrafik, immer auf ihn gewirkt – irgendwie. Er habe sich Gedanken gemacht. Und jetzt, wirklich seltsam, wirke eben die leere Wand, also die Tatsache, das da nichts gewesen sei.
Ja, alles, sogar das Nichtagieren, habe seine Wirkung, meinte „Hermann der Vernetzer“.
Die Brücke zur Kunst und der Wirkung von Kunstwerken, gerade im Hinblick auf die eigene Persönlichkeit, das eigen Denken und Fühlen, das eigene Wesen, wurde von beiden im anschließenden Gespräch schnell geschlagen. Mich schienen sie vergessen zu haben.
Buchalov

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