Bisweilen wird er gefragt, was er denn so künstlerisch mache und was sein kreativer Plan sei. Ich glaube, er weiß das gar nicht so genau. Juergen schweigt dann oder laviert sich so durch. Oder er gibt dann Standardantworten, die er sich im Laufe der Zeit zugelegt hat und die es auch irgendwie treffen:
„Ich weiß gar nicht, ob ich ein Künstler bin.
Ich mache das, was viele Menschen ebenso tun: suchen und fragen.
Ich erstelle Holzschnitte, zeichne, fotografiere, schneide kleine Filme und baue auch kleine Objekte. Es ist der Mix eben.
Nachdenken, einfach über die Dinge und Beziehungen nachdenken.
Ich will einfach mehr wissen. Ich will erfahren, was hinter den Dingen steckt.
Aus den Begegnungen mit den Menschen lerne ich.
Ich hole mir den Honig da, wo ich ihn finde.
Inhalte und Gehalte sind schon wichtig.
Ich tue eigentlich nichts. Ich will nur spielen.
Ausstellungen sind mir schon wichtig. Aber sie sollen zu mir kommen. So hätte ich es gerne.“
So etwas sagt er dann, einfach so. Und ich weiß nicht, ob er das ernst meint, oder ob es darum geht, einen Zustand der Unsicherheit zu kaschieren.
Buchalov

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