Reinigung

Wir sind wir. Du bist Du. Ich bin ich. Die Außenwelt ist unsere Wirklichkeit. Die Innenwelt allemal.

Auf die Rolle des Künstlers in dieser Außenwelt, seine Wirkungen, die Veränderungen haben sich in der dritten Woche der „Kunst – Blogparade“ die meisten der Kommentare konzentriert. Meine Frage lautete: “Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?

Und was ist mit unserer Innenwelt? Was macht das kreative Schaffen mit uns selbst? Wie wirkt es auf unser Inneres? Ist Psychohygiene im Spiel? Ich meine, es wäre lohnenswert auch diesen Ansatz zu verfolgen, einen Ansatz, der bisher, aus welchen Gründen auch immer – „Öffnet man sich öffentlich vielleicht zu weit?“ -, in der Blogparade von dieser Woche, zu der alle herzlich eingeladen sind, leider ausgeblendet wurde.

In meinem Künstlerbuch mit dem Titel „Druckreinigung“ habe ich versucht, diesen Aspekt der Wirkung von künstlerischem Schaffen auf mich selbst grob zu fassen.

Juergen

For my english readers:

The role of the artist in the outside world, its effects, the changes: that had been the central aspect of the discussion this week in the „Art – Blog Parade“. My question was: „Does artistic or creative work means escape from reality? Or is it the reworking of our surrounding reality?“

And what is about our inner world? What does the creative process do with ourselves? How  does it affects our insides? What is about mental health? I mean, it would be worthwhile to  pursue this approach.

7 Gedanken zu „Reinigung

  1. Manche Tage sind komisch.
    Gerade habe ich im Blog Steglitz Mind über anonyme Identitäten gesprochen.
    Ich halte von der Anonymität im Blog nichts. Denn ich präsentiere dort meine Arbeit.
    Allerdings berichte ich nicht vom Geburtstag meiner Mutter …. symbolisch gesprochen!
    Aber in meiner Arbeit, das will ich ehrlich sein.
    Ich denke sogar, das ich meine Arbeitsinnenwelt in meinem Blog ausbreite.

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    • Hallo Susanne!
      Du hast recht: manche Tage sind komisch. Gestern war bei mir so einer.
      Die Frage nach der Anonymität und dem Schutz der Eigenidentität im Netz ist sicher eine wichtige und schwierige. Meine Frage ging aber mehr in die Richtung, was unser Kunst machen mit uns selbst anstellt – wie es auf uns wirkt. In Deinen Beiträgen, das stimmt wohl, kann ich mich in der Summe und rückblickend an einiges erinnern, wo Du die Wirkung Deines kreativen Handelns auf Dich selbst beschrieben hast. Das wurde für mich immer dann deutlich, wenn Du Deine Erfahrungen über neue Wege,Techniken, Farbwirkungen, Motivwahl … wiedergegeben hast.
      LG Juergen

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    • Hallo … und damit beginnt etwas Neues und die erste Unsicherheit taucht auf.
      Ich weiß nicht, wie ich Dich anreden soll: Diethild – ein toller Name – oder Dede oder …
      Jedenfalls freue ich mich, dass Du meinen Beitrag kommentierst.
      Die zweite Unsicherheit: soll ich in Deutsch oder Englisch antworten? Ich wähle deutsch.
      Kunst als „Aufarbeitung“ von Innenwelt oder Außenwelt, das war meine Frage und Deine Antwort – dritte Unsicherheit – liegt irgendwie dazwischen. Auf Deinem Blog habe ich beim ersten flüchtigen Überflug gelesen, das es Dir um Dada geht, um „to make social comments“. Das nimmt die Außenwelt in den Blick. Die Welt der Puppest, die Du Dir geschaffen hast, zeigt Deine persönliche Innenwelt – ein tolles Szenario, voller Kraft und Ausdrucksstärke. Ich bin echt begeistert.
      Und das dies alles Reinigung bedeutet, ist unsere gemeinsame Schnittstelle. Ich glaube daran, dass über die Kunst, die ich mache, in mir Klärungsprozesse möglich sind. Es befreit mich – von was auch immer. Dir scheint es ähnlich zu gehen.
      Es würde mich freuen, wenn wir in Kontakt bleiben.
      Alles Gute, LG Juergen
      P.S. Du bist mir schon einmal über den Weg gelaufen: als „Zeit-Abonennt“ habe ich schon einmal von Dir gelesen.

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      • Erstens „Du“ ist fine. Im Englischen gibt es nur das „You“ und das finde ich persönlich fabelhaft! (Aber… Mein Name ist Dietlind, nicht Diethild. Ich habe mich allerdings in der Zwischenzeit daran gewöhnt auf allerlei Namen zu antworten. Im englischen ist „Diet-Land“ ganz beliebt. Wenn ich nochmal mit dem gleichen Namen auf die Welt komme, werde ich ein Schlankeitsstudio eröffnen!!)
        Ich lebe im Ausland, und obwohl unsere Gesellschaft hier auf der europäischen Kultur basiert, ecke ich doch immer wieder ganz gewaltig an. Wir Deutschen sind doch wesentlich direkter als andere Europäer. Da ist meine Außenwelt! Ich will nicht verbessern, ändern, was auch immer. Ich will nur ich sein. Meine Puppets verarbeiten… Mein Motto bedeutet so viel wie: „Gib mir was zu knabbern, und du kannst es auf meinem Blog als Puppenspiel wieder lesen“.
        Ah ja, meine Puppen sind aus der Zeit gebastelt. Irgenwie muß ich es ja verantwortent, daß ich die Zeitung nach Neuseeland schicken lasse.

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